Rahmenvertrag für serielles Bauen für neun Bieter

In modernen Städten soll serielles und modulares Bauen helfen, mehr bezahlbare Wohnungen zu realisieren.
Quelle: istockphoto.com, Urheber: Elenathewise

Die Sieger der Ausschreibung um den bundesweit ersten Rahmenvertrag für serielles Bauen stehen fest. Neun Bieter bekamen den Zuschlag. Ihre Konzepte sollen den Bau neuer Wohnungen schneller und günstiger machen: zwischen 2.000 und 3.000 Euro/qm sind veranschlagt.

Der Rahmenvertrag wurde am Dienstag in Berlin unterschrieben. Federführend ist der GdW Bundesverband der deutschen Immobilien- und Wohnungswirtschaft. Seine Mitglieder können sich ab sofort wie aus einem Katalog aus den Vorschlägen der ausgesuchten Bieter bedienen. Deren Modellgebäude können an Standorte angepasst werden.

Wohnfläche kostet zwischen 2.000 und 3.000 Euro/qm

Den Zuschlag bekamen neun Bieter: Lechner Immobilien Development (Frankfurt am Main), AH Aktiv Haus (Stuttgart), Max Bögl (Neumarkt), Goldbeck Ost & Goldbeck Nordost (Ludwigsfelde), Alho Systembau (Friesenhagen im Westerwald), Solidbox (Heek im Münsterland), Arge MBN Bau und Patriarche (Georgsmarienhütte), Hullak Rannow und Züblin (Neu-Ulm) sowie Lukas Lang Building Technologies aus Wien.

Ihre Konzepte sollen mehrgeschossige Wohnneubauprojekte unkomplizierter, zeitsparend und billiger realisierbar machen. Unkomplizierter und zeitsparend, weil Ausschreibung, Planung und Vergabe teilweise bereits im Zuge der Ausschreibung zum Rahmenvertrag erledigt werden. Billiger, weil serielles und modulares Bauen die Preise in Grenzen hält. Mehr als 3.000 Euro pro qm (ohne Grundstück) koste die Wohnfläche nicht, betont der GdW. Die Ausgaben lägen damit unter den durchschnittlichen Herstellkosten. Die genannten Preise sind auf fünf Jahre festgezurrt.

Vor knapp einem Jahr hatte der GdW zusammen mit dem damaligen Bundesbauministerium, der Architektenkammer sowie weiteren Verbänden der Wohnungs- und Bauwirtschaft den Wettbewerb um den Rahmenvertrag für serielles Bauen auf den Weg gebracht. Rund 50 Unternehmen bewarben sich.

Der für Wohnen zuständige Staatssekretär Gunter Adler lobte die Ausschreibung am Dienstag „als Grundstein, dem seriellen und modularen Bauen in Deutschland neuen Auftrieb zu verleihen“. GdW-Präsident Axel Gedaschko sagte, der frisch unterschriebene Vertrag liefere einen „wesentlichen Baustein“, Wohnen bezahlbar zu machen. Damit das klappt, müssten auch Grundstücke schneller vergeben und Typengenehmigungen ermöglicht werden.

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