Auf Sylt steigen die Wohnungspreise weiter

So sehen Reihenhäuser auf Sylt aus - hier in Keitum, einem der teuersten Standorte auf der begehrten Insel.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Die Preisdynamik für Sylter Wohnimmobilien hat sich nach Zahlen von Grossmann & Berger 2018 etwas abgeschwächt. Kampen liegt mit 30.000 Euro/qm für Einfamilienhäuser und 15.000 Euro/qm für Eigentumswohnungen weit vorn, doch die günstigeren Lagen verzeichnen starke Preiszuwächse.

Mit 2,2% ist der Preis für Doppelhaushälften auf Deutschlands edelster Insel von 2017 auf 2018 stärker gestiegen als der für Einfamilienhäuser (1,9%) sowie für Eigentumswohnungen (1,4%). Wer allerdings Wohnimmobilien auf Sylt kaufen will, muss sich einerseits anstellen und dann tief in die Tasche greifen.

Weniger Wohnimmobilien im Angebot

"Das Angebot in den beliebten Lagen von Sylt hat deutlich abgenommen", erklärt Andreas Gnielka, Bereichsleiter Wohnimmobilien Bestand/Vermietung bei Grossmann & Berger. "Wer dort eine Immobilie kaufen konnte, behält sie auch." So bleibt Kampen der teuerste Ort. Hier können für Einfamilienhäuser (220 qm) 30.600 Euro/qm erzielt werden, gefolgt von Braderup (25.700 Euro/qm), Rantum (20.900 Euro/qm) und Keitum (19.800 Euro/qm).

Bei Doppelhaushälften reicht die Spanne bei gleicher Reihenfolge von 28.700 Euro/qm bis 15.150 Euro/qm. Bei Eigentumswohnungen liegt Kampen (14.800 Euro/qm), vor Keitum (9.000 Euro/qm) sowie Braderup und Wenningstedt (je 8.700 Euro/qm).

Relativ günstige Wohnungen im Osten und Süden

Die Verknappung in Toplagen habe zu deutlichen Preissteigerungen in Tinnun bei Westerland, Westerland selbst sowie Archsum, im Osten der Insel, geführt. Ganz im Osten der Insel liegt Morsum, ganz im Süden Hörnum. Hier finden sich mit Tinnum die niedrigsten Preise in allen Immobilienarten. So liegt Hörnum bei Eigentumswohnungen mit 4.300 Euro/qm am Ende der Preisskala sowie Morsum (4.600 Euro/qm) und Tinnum (4.700 Euro/qm) etwas darüber. Der Nachfrageüberhang ist ungebrochen. "Daher sind fast alle Neubauprojekte in kürzester Zeit ausverkauft", erläutert Torsten Paulsen, Vertriebsleiter Sylt bei Grossmann & Berger. So suchten Projektentwickler händeringend nach neuen Grundstücken. Da es die kaum gibt, werden Liegenschaften mit abrissreifem Altbestand erworben und neu bebaut.

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