ZIA warnt vor Kostenexplosion durch neue Grundsteuer

Vor einer möglichen "Verzehnfachung der Grundsteuer" warnt Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), für den Fall, dass nach der Reform der Grundsteuer eine Anpassung von Steuermesszahlen und Hebesätzen unterblieben. Darauf habe bereits der Erste Bürgermeister der Stadt Hamburg, Peter Tschentscher (SPD), hingewiesen. Zu ähnlichen Ergebnissen komme eine Erhebung von Haus & Grund Deutschland bei seinen Mitgliedern.

ZIA und Haus & Grund werben in der aktuellen Debatte um die Grundsteuerreform gemeinsam für ein marktunabhängiges, rein flächenorientiertes Berechnungsverfahren - zuletzt im Rahmen einer Podiumsdiskussion in Berlin mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik. Ob sich das von den beiden Organisationen wie auch den Bundesländern Hamburg und Bayern favorisierte Modell wird durchsetzen können, ist aber unsicher. Im Gespräch ist auch ein Kostenwertmodell, für das zuletzt eine Mehrheit der Bundesländer eingetreten war, sowie ein Bodenwertmodell. Bis Ende 2019 muss sich die Politik auf ein Reformmodell geeinigt haben, nachdem die bisherige Berechnung vom Bundesverfassungsgericht für unzulässig erklärt worden ist.

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