Auf dem spannendsten Stück von Mainz tut sich was

Fachkundig beraten, durfte sich der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling selbst an das Steuer eines Baggers setzen, um den ersten Bauabschnitt auf dem Heiligkreuzareal einzuleiten.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies

Auf der Mainzer Flächenentwicklung Heiligkreuz laufen die ersten Hochbauarbeiten an: Ten Brinke und die Firmengruppe Richter beginnen mit dem Bau von 242 Wohnungen sowie einem Gewerbezentrum für den zukünftigen Stadtteil. Bis Mitte 2020 wollen sie 95 Mio. Euro investiert haben. Als Endinvestor hat sich Industria den Bauabschnitt gesichert.

Auf der ersten Teilfläche der 30 ha großen Quartiersentwicklung Heilgkreuz im Mainzer Stadtteil Weisenau sind die einige Fundamente bereits betoniert. Offiziell begann der Bau auf dem rund 2,1 ha großen Grundstück jetzt mit einem symbolischen Spatenstich. Vertreter der Stadtverwaltung, der Investorengemeinschaft aus dem ortsansässigen Flächenentwickler Richter und dem niederländischen Projektentwickler Ten Brinke sowie vom Unternehmen Industria Wohnen, das das Projekt Mitte 2017 erworben hatte, wirkten daran mit. Für 95 Mio. Euro wollen Ten Brinke und Richter den ersten Bauabschnitt bis Mitte 2020 fertigstellen.

Sozialwohnungsquote von 25% mehr als erfüllt

Auf der Fläche an der nordwestlichen Einfahrt zum Heiligkreuzquartier sind 242 Wohnungen mit 19.600 qm Wohnfläche vorgesehen, davon 125 im geförderten Wohnungsbau bzw. für Familien, die knapp über den Einkommensgrenzen für die Wohnungsförderung liegen. Die drei- bis fünfgeschossigen Bauten auf dem Areal sollen darüber hinaus mit ihren Erdgeschossen das Stadtteilzentrum mit einem tegut-Markt (1.500 qm Verkaufsfläche), einer Rossmann-Drogerie (700 qm), einem Bäckereicafé der regionalen Kette Werner´s Backstube, Gastronomie, einer Apotheke, Friseuren und ähnlichen Dienstleistern bilden. Insgesamt werden sich Handel, Dienstleistungen und Gastronomie auf rund 5.000 qm abspielen. Dazu kommt eine Kindertagesstätte mit sieben Gruppen auf 1.800 qm, die die Stadt Mainz betreiben will.

Ten Brinke und Richter haben als Investorengemeinschaft weitere rund 8 ha des Heiligkreuzareals erworben, auf dem sich einst ein Werk des Computerherstellers IBM befand. Die übrige Fläche gehört den Mainzer Stadtwerken. Auf weiten Teilen des Geländes laufen derzeit Abrissarbeiten, um den Bau von bis zu 3.000 Wohnungen zu ermöglichen.

Stadtverwaltung lobt eigene Geschwindigkeit

Beim Spatenstich hob der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) die große Geschwindigkeit hervor, in der sowohl das Baurecht für das Areal als auch die Baugenehmigung für den ersten Bauabschnitt an dessen Entree erreicht wurden. "Sie müssen in Deutschland ziemlich weit fahren, um eine zweite Stadt zu finden, die eine so große Fläche in rund einem Jahr zur Baureife bringt", lobte Ebling seine Mitarbeiter. Heiligkreuz sei derzeit das spannendste Areal in der Stadt, weil es sich rasend schnell verändere.

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