Wohnbauland ist deutlich teurer geworden

Die Preise für Wohnbaugrund an gefragten Standorten der Republik sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor. Demnach stieg das Preisniveau für baureife Mehrfamilienhausgrundstücke in den sieben Jahren zwischen Ende 2009 und Ende 2016 im oberen Preissegment (95. Perzentil, d.h. nur 5% der Preise waren höher) von 229 Euro/qm auf 351 Euro/qm. Im unteren Preissegment (5. Perzentil) ging der Wert dagegen nur moderat von 43 Euro/qm auf 52 Euro/qm nach oben.

Auch mit Blick auf Eigenheimbauplätze geht die Schere auseinander. Das obere Preisniveau stieg zwischen Ende 2008 und Ende 2016 von 202 Euro/qm auf 264 Euro/qm, während das untere Preisniveau moderat von 32 Euro/qm auf 44 Euro/qm ging. Die höchsten Baugrundpreise (Medianwert) für Mehrfamilienhäuser wurden 2016 in München (2.550 Euro/qm), Düsseldorf (1.100 Euro/qm) und Stuttgart (1.017 Euro/qm) gezahlt. Die Bundesregierung greift für ihre Antwort auf Daten aus dem Immobilienmarktbericht Deutschland 2017 zurück, den der Arbeitskreis der Gutachterausschüsse Ende vergangenen Jahres veröffentlicht hat.

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