Nie war die Königsallee teurer als jetzt

Bis zu 28.000 Euro/m2 kostet Bauland auf der Königsallee.
Quelle: Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH, Urheber: U. Otte

Düsseldorf. Die Immobilienpreise in der Landeshauptstadt sind im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Das hat Anfang März - sozusagen amtlich - der städtische Gutachterausschuss in seinem Grundstücksmarktbericht veröffentlicht. Das teuerste Pflaster, nicht nur zum Einkaufen, sondern auch zum Bauen, war 2016 die Königsallee, die einen neuen Spitzenwert für Bauland verzeichnete.

Das zurückliegende Jahr lieferte dem städtischen Gutachterausschuss eine Datenbasis von 5.015 notariell beurkundeten Kaufverträgen in Düsseldorf. Sie umfassen einen Umsatz von 4,13 Mrd. Euro, für die 2016 in der Stadt Immobilien und Grundstücke die Besitzer wechselten. Im Vergleich zu 2015 ging der Umsatz jedoch um rund 5% zurück, wohingegen die Zahl der Kauffälle um rund 7% gestiegen ist.

Dabei legten die Preise für baureife Grundstücke in allen Segmenten zu. So hat Bauland für frei stehende Ein- und Zweifamilienhäuser in guten Lagen 2016 zwischen 700 und 1.000 Euro/m² gekostet. Im Jahr 2012 lag hier der Spitzenwert noch bei 670 Euro/m². In den mittleren Lagen zogen die Kaufwerte ebenfalls an - von 440 Euro/m² im Jahr 2012 auf 620 Euro/m² im vergangenen Jahr, und in den einfachen Düsseldorfer Lagen legten sie in derselben Zeitspanne von 330 Euro/m² auf 480 Euro/m² zu.

Für Käufer sah im Jahr 2016 die Lage auch bei bebauten Grundstücken in Düsseldorf nicht freundlicher fürs Portemonnaie aus. Bei frei stehenden Ein- und Zweifamilienhäusern ist binnen Jahresfrist eine Preissteigerung von 10,2% und bei Einfamilienreihenhäusern von 5,3% zu verzeichnen.

Die Preise für Mehrfamilienhäuser stiegen im Vergleich zu 2015 um 9,9%. In einfachen Lagen, wie beispielsweise Garath, liegt der Marktrichtwert für ein Einfamilienreihenhaus aus dem Baujahr 1970 bei 2.500 Euro/m². In der Düsseldorfer Top-Lage Stockum ist dagegen ein Marktrichtwert von 8.700 Euro/m² für ein frei stehendes Einfamilienhaus aus dem Baujahr 1950 ausgewiesen.

Ebenfalls zugelegt, wenngleich unterschiedlich stark, haben die Preise für Eigentumswohnungen - nämlich zwischen 4,3% und 7,2%. In mittleren Lagen wie Mörsenbroich wurden Marktrichtwerte für Teileigentum aus dem Baujahr 1980 für 2.550 Euro/m² veröffentlicht. Spitzenreiter sind Marktrichtwerte für Eigentumswohnungen in Oberkassel, die bei 7.200 Euro/m² liegen.

Richtig teuer ist, selbst im Vergleich zu Oberkassel, ein Quadratmeter Bauland auf der Nobelmeile Königsallee: Mit einem Spitzenwert von 28.000 Euro/m² ist die Kö' das mit Abstand teuerste Pflaster der Stadt. Der neue Spitzenwert sei dem städtebaulichen Wandel in der Innenstadt geschuldet, erklärt der Vorsitzende des Gutachterausschusses, Thomas Weindel. So mussten Richtwertgebiete neu gebildet und Zuordnungen verändert werden.

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