Gegenbauer und RGM wachsen gemeinsam

Gegenbauer und RGM beim ersten gemeinsamen Auftritt auf der INservFM.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold

Die rückwirkend zum Jahresbeginn 2016 erfolgte Übernahme des FM-Dienstleisters RGM durch die Unternehmensgruppe Gegenbauer trägt Früchte. Zusammen haben die beiden Unternehmen 2016 mehr erwirtschaftet als jeweils einzeln im Jahr zuvor.

Rund 684,4 Mio. Euro konsolidierten Umsatz erzielte die Unternehmensgruppe Gegenbauer, Berlin, im Geschäftsjahr 2016. Dazu trug RGM, Dortmund, einen Anteil von 192,5 Mio Euro bei. Gegenüber dem Vorjahr steigerte sich RGM um knapp 10% und Gegenbauer um gut 6%. Im Vergleich zu den zuvor einzeln erzielten Umsätzen fällt ihre gemeinsame Leistung für 2016 7,7% höher aus. Damit dürften es die Unternehmen im kommenden Lünendonk-Umsatzranking der größten FM-Dienstleister gemeinsam locker in die Top 10 schaffen. Auch beim Personal zählt Gegenbauer nun zu den größten Dienstleistern. Insgesamt verfügte die Gruppe 2016 über 17.746 Mitarbeiter. 2015 waren es in Summe 17.103 gewesen.

Seit der Übernahme von RGM ist Gegenbauer breiter aufgestellt und hat sich vor allem im technischen Facility-Management verstärkt. Dieses macht 53% am RGM-Gesamtgeschäft aus. Der Zusammenschluss erfolgte im Herbst 2016 und wurde auf den Jahresbeginn zurückdatiert. "Aktuell befinden wir uns in der Integrationsphase", berichtet Fritz-Klaus Lange. Er teilt sich mit Christian Lewandowski den Vorstandsvorsitz von Gegenbauer und ist wie schon vor der Übernahme geschäftsführender Gesellschafter von RGM. Im Rahmen des Erwerbs des Dortmunder Dienstleisters, der zuvor mehrheitlich der Georgsmarienhütte Holding gehörte, hatte Lange seinen 10%igen Anteil behalten. Gegenbauer-Gesellschafter Werner Gegenbauer und dessen Töchter würden sich ebenfalls langfristig für das Unternehmen engagieren. "Wir passen sehr gut zusammen und werden dem Markt beweisen, dass wir künftig noch entschlossener und schlagkräftiger agieren können", betont Lange. Kunden und Wettbewerber hätten die Kunde von der Übernahme positiv bewertet. "Das durften wir unter anderem während unseres ersten gemeinsamen Auftritts auf der Messe INservFM spüren."

Die Strukturen von RGM und Gegenbauer werden vereinfacht. Bislang war Gegenbauer in fünf Geschäftsbereiche gegliedert und RGM in drei. Künftig unterteilt sich das vereinte Unternehmen nur noch in die Einheiten Facility Management und Infrastrukturelle Services. Im FM soll die Marke RGM erhalten bleiben. In diesem Segment betrug die Leistung der Unternehmensgruppe insgesamt 360,4 Mio. Euro. Davon entfallen 120,5 Mio. Euro auf die Tochtergesellschaft RGM Facility Management, 61,7 Mio. Euro auf RGM Industrial Services und 10,3 Mio. Euro auf den Property-Manager PropertyFirst. Gegenbauer erwirtschaftete im Industrial und Public FM insgesamt 153,6 Mio. Euro. Im Location-Management (z.B. der Max Schmeling Halle in Berlin und der Rittal Arena in Wetzlar) betrug die Leistung 14,3 Mio. Euro.

Der zweite Geschäftsbereich der Unternehmensgruppe, die Infrastrukturellen Services, fällt mit 324 Mio. Euro Gesamtumsatz etwas schwächer aus als das FM. Innerhalb dieses Segments ist die Gebäudereinigung mit 173,1 Mio. Euro die stärkste Sparte. Dahinter folgen Property Services (69,6 Mio. Euro), Sicherheitsdienste (56 Mio. Euro), Health Care Services (20,1 Mio. Euro) und Aviation Services (5,2 Mio. Euro).

Im Ausland ist Gegenbauer vor allem in Polen stark vertreten. RGM ist dort ebenfalls aktiv, deckt aber zusätzlich die Länder Türkei, Luxemburg und Schweiz ab. Insgesamt belief sich der Auslandsumsatz im vergangenen Jahr auf rund 30 Mio. Euro.

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