SWI baut 620 Wohnungen an der Galluswarte

Ein erster Entwurf zeigt, wie das neue Wohnquartier am Eingang der Kleyerstraße aussehen soll.
Quelle: Planquadrat Architekten

Frankfurt. SWI Schimpel & Winter Hausbau aus Grünwald (Bayern) investiert in der Kleyerstraße 1-9 rund 170 Mio. Euro in ein Wohnquartier mit ca. 620 Einheiten und einem Kindergarten. "Das Projekt passt genau in die Strategie unserer Unternehmensgruppe, wenige ausgesuchte, dafür aber größere Vorhaben zu verwirklichen", sagt der geschäftsführende Gesellschafter Stephan Schimpel.

Das Darmstädter Architekturbüro Planquadrat ist mit der Konzeption des Quartiers an der Galluswarte betraut, wobei der Einfluss der benachbarten denkmalgeschützten Adlerwerke eine entscheidende Rolle spielt. Auf dem Gelände sollen zwei Baukörper entstehen, die rund 280 Ein- bis Vierzimmerwohnungen (etwa 40 davon gefördert) sowie 340 Mikroapartments enthalten. Insgesamt sind 35.000 m2 BGF geplant.

SWI hat bislang an seinem Heimatmarkt München und im Umland rund 1.500 Einheiten in Boardinghäusern und Studentenwohnheimen errichtet. "Wir gehen davon aus, dass Boarding in Ballungsräumen eine immer größere Rolle spielt, und in dieser Hinsicht ist Frankfurt sehr interessant", erklärt Schimpel. Deshalb hätten er und sein Kompagnon Gabriel Winter sich entschlossen, auf diesem Markt neu aufzutreten.

Der Abriss der zuvor auf dem 1,3 ha großen Gelände angesiedelten Peugeot- und BMW-Autohäuser hat im Februar 2017 begonnen. Den Bauantrag will SWI im Mai einreichen und im Herbst mit der Vermarktung der Wohnungen beginnen. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2018 angesetzt, Ende 2020 sollen die ersten Einheiten bezugsfertig sein. Der Fremdkapitalanteil für das Projekt wird aus einer klassischen Bankfinanzierung über ein Institut aus der bayerischen Heimat der Investoren abgedeckt.

Die frei finanzierten Wohnungen und die Boarding-Apartments werden an Eigennutzer und private Anleger vermarktet. Schimpel zufolge werden bei den SWI-Apartmentprojekten typischerweise Tranchen zwischen einem und 20 Einheiten von den Anlegern nachgefragt. Für den Kindergarten und die geförderten Wohnungen kann das Unternehmen sich auch ein Halten im eigenen Bestand vorstellen. Die Hausverwaltung für die gesamte Wohnanlage soll der entsprechende Unternehmenszweig von SWI übernehmen, der dafür eigene Strukturen in Frankfurt aufbauen wird.

Die Wohnungszuschnitte sind kompakt. Die Einzimmerwohnungen werden voraussichtlich knapp unter 35 m2 liegen und die größten Einheiten mit vier Zimmern nicht über 95 m2 hinausreichen. Das halte die Endmiete auch für mittlere Einkommen attraktiv. Die Apartments werden 20 bis 22 m2 groß und entsprechend dem im Unternehmen bewährten Ausstattungsstandard studiomuc möbliert. Mit rund 8.000 Euro/m2 Verkaufspreis der Einheiten rechnet Schimpel. Für den Kindergarten laufen Verhandlungen mit einem öffentlichen Betreiber.

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