AS+P plant 1.500 Wohnungen

AS+P will die Pioneer-Kaserne in eine grüne "Parkstadt" verwandeln, die 5.000 Menschen Wohnraum bietet.
Quelle: AS+P Albert Speer + Partner GmbH

Hanau. Das Frankfurter Büro Albert Speer + Partner (AS+P) wird von LEG-Hessen-Hanau mit der Planung des Pioneer-Quartiers mit rund 1.500 Wohneinheiten beauftragt.

Auf dem 47,5 ha großen ehemaligen Militärgelände an der Aschaffenburger Straße im Stadtteil Wolfgang ist Wohnraum für etwa 5.000 Menschen vorgesehen. LEG hatte von AS+P sowie den Planungsbüros BB22, Frankfurt, und Planquadrat, Darmstadt, Konzepte für die künftige Nutzung erstellen lassen. Bei dem Auswahlverfahren handelte es sich um eine sogenannte Mehrfachbeauftragung.

Die Juryentscheidung für AS+P fiel einstimmig aus. Der Sieger des Verfahrens verfügte allerdings auch über einen "Heimvorteil" in Hanau-Wolfgang, da er bereits vor fünf Jahren den Masterplan 2020/2030 für die Weiterentwicklung des dortigen 82 ha großen Industrieparks von Evonik Industries konzipiert hatte.

Eine Besonderheit der Pioneer-Kaserne sehen die Planer in ihrer Lage zwischen der Innenstadt und dem Naturschutzgebiet Bulau. "Das ist im Rhein-Main-Gebiet ein ziemlich einzigartiger Standort", findet Michael Denkel, Mitglied der Geschäftsleitung von AS+P. Die "grüne Anmutung" will das Büro zum Markenzeichen des Standorts machen. Den Planern schwebt dabei eine Art Parkstadt vor. Als sogenanntes Klima-Pionier-Quartier, in dem innovative Formen der Energieversorgung vorgesehen sind, wurde das Areal zudem in das Förderprogramm Stadtumbau des Bundes aufgenommen.

Nach Süden schließt sich an die Pioneer-Kaserne, getrennt durch die Bundesstraße 8, die ehemalige US-Wohnsiedlung Sportsfield Housing an, die derzeit als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge genutzt wird. Noch weiter südlich befindet sich das Firmengelände des Reifenherstellers Dunlop.

LEG Hessen-Hanau ist ein im März 2017 gegründetes Gemeinschaftsunternehmen der privaten DSK BIG Gruppe und der stadteigenen Gesellschaft BauProjekt Hanau, die die Pioneer-Kaserne 2016 von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erworben hat. Im Joint Venture entfällt ein 90%iger Gesellschaftsanteil auf DSK BIG und ein 10%iger auf BauProjekt Hanau. Die LEG wird von Marc Weinstock (DSK BIG) und Martin Bieberle, Leiter des städtischen Fachbereichs Planen, Bauen und Umwelt, geführt. "Mit dem Offenlagebeschluss rechnen wir im ersten Quartal 2018, mit dem Satzungsbeschluss im Sommer 2018", sagt Bieberle zum Zeithorizont des Bebauungsplanverfahrens. Damit könnten die ersten Bauarbeiten 2018 beginnen. Weinstock verspricht für den Standort Wohnprojekte "für jedes Einkommen, jedes Alter und jede Herkunft". Das umfasse auch den Grundstücksverkauf an Privatpersonen ohne eine Beteiligung von Bauträgern.

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