Mehr Geld, gleich viel Verkäufe

Berlin. Im laufenden Jahr werden in Berlin vermutlich genauso viele Immobilien verkauft werden wie 2016, als 32.724 Liegenschaften den Besitzer wechselten (siehe "Grundbesitzer können sich reich schlafen", IZ 09/2017). Der Geldumsatz wird aber kräftig steigen. Ein Plus von 38% prognostiziert der Gutachterausschuss für Grundstückswerte mit Blick auf die Entwicklung des ersten halben Jahres. Zu verdanken sei dies dem Verkauf mehrerer hochwertiger Gewerbeimmobilien. Der Handel mit Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Mietwohnhäuser werde zurückgehen, der mit Wohnungen und Teileigentum konstant bleiben. Quer durch den Markt werden die Immobilienpreise steigen. Allerdings gehen die Fachleute "von einem leicht nachlassenden Anstieg bei bebauten Grundstücken" aus. Im vergangenen Jahr setzte die Immobilienbranche 16,4 Mrd. Euro um. Die Bodenrichtwerte für Bauland schossen infolge des Bevölkerungszuwachses und der daraus resultierenden hohen Nachfrage durch die Decke. So kostete ein Quadratmeter am Pariser Platz 60.000 Euro - 10.000 Euro mehr als zwölf Monate zuvor. Die teuerste Eigentumswohnung ging für 30.000 Euro/m2 über den Tisch, der höchste Kaufpreis für einen Tiefgaragenstellplatz betrug 100.000 Euro.

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