Eine böse Fee verzaubert den Potsdamer Platz

Das temporäre Kunstwerk Maleficent am Potsdamer Platz ist derzeit eine der größten Street-Art-Arbeiten in Berlin.
Quelle: creativedebuts, Urheber: Calum Hall

Einen "Hingucker" schaffen, der das Image als vielfältiges Quartier unterstützt und damit auch die Attraktivität der Immobilie steigert: Mit diesem Ziel hat das Quartiermanagement des Potsdamer Platzes in Berlin eine Fläche für eines der größten Streetart-Kunstwerke Berlins freigegeben.

Noch bis Ende September 2017 ist das Werk Maleficent am Gebäude Eichhornstraße 3 zwischen Marlene-Dietrich-Platz und Tilla-Durieux-Park am Potsdamer Platz zu besichtigen. Dann wird die dekorativ gestaltete Schallschutzwand, die wegen Bauarbeiten am Gebäude aufgebaut ist, wieder entfernt. Das Kunstwerk stammt aus der Sprühdose des Londoner Street-Art-Künstlers Mr Cenz. Es zeigt die Titelfigur des Films "Maleficent - Die dunkle Fee", einer Adaption des Dornröschen-Stoffs aus dem Jahr 2014. Die Wand misst 20 mal neun Meter. Das Bild zählt zu den größten derzeit öffentlich sichtbaren Street-Art-Kunstwerken Berlins.

"Der Potsdamer Platz ist weit mehr als eine Immobilie. Er ist Arbeitsplatz, Wohnraum, Einkaufsmeile, Freizeitmittelpunkt und Treffpunkt für Berliner und Touristen. Daher ist er ein buntes Quartier mitten im Herzen von Berlin", sagt Thomas Rücker, Pressesprecher von PPMG Potsdamer Platz Management. Das großformatige Kunstwerk füge sich in die ständig organisierten Aktionen und Veranstaltungen ein, die die Anziehungskraft, die Aufenthaltsqualität und damit die Attraktivität des Potsdamer Platzes bewahren und steigern sollen. "Kunst im öffentlichen Raum spielt hierbei eine wesentliche Rolle: Mit dem international renommierten Künstler Mr Cenz haben wir einen der bekanntesten Vertreter der Street Art gewonnen. So leisten wir einen Beitrag zu der aktuell in Berlin florierenden Street-Art-Szene, die mit ihrer expressiven Art so hervorragend zum Berliner Lebensgefühl passt", erklärt Rücker.

Das Motiv hat auch eine historische Dimension. Es knüpft an die Gebrüder Grimm an, die von 1847 bis 1863 in der angrenzenden Linkstraße 7 wohnten. Der Künstler Mr Cenz schuf zwar bereits Werke in Detroit, Las Vegas, Hamburg und seiner Heimatstadt London, er ist aber von den Möglichkeiten Berlins besonders begeistert: "London hat eine ausgeprägte Street-Art-Szene, doch es ist dort äußerst selten, eine solch schöne große Fläche wie hier gestalten zu können." Berlin sei in der internationalen Street-Art-Szene sehr beliebt, weil es dort immer noch viel Raum zur kreativen Entfaltung gibt.

Das großformatige Kunstwerk ist Teil einer Offensive von PPMG für eine höhere Aufenthaltsqualität am Potsdamer Platz. So werden am 17. September 2017 mehr als 100.000 Besucher zum Weltkindertagsfest erwartet. Neben weiteren temporären Ausstellungen und Shows sollen von Ende September bis Mitte Oktober 2017 die Berliner Lichterwochen mit spektakulären Installationen und Lichtskulpturen ebenfalls am Potsdamer Platz beginnen.

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