Katalonien im Krisen-Modus

Warum in Katalonien investieren? Angesichts der Unabhängigkeitsbestrebungen eine berechtigte Frage.

Die mögliche Abspaltung Kataloniens von Spanien hat noch keine Auswirkungen auf das Interesse von Investoren, bekräftigen die Vertreter der spanischen Region auf der Expo Real. Doch wie es weitergeht, weiß niemand so recht.

In den nächsten Tagen will die spanische Provinz Katalonien ihre Unabhängigkeit vom Rest des Landes verkünden. Ein unabhängiges Katalonien würde aber gleichzeitig das Ausscheiden aus der Europäischen Union bedeuten. "Wir haben offensichtlich eine Krise", gibt Elisabet Cirici i Amell von der katalanischen Wirtschaftsförderung Incasol auf der Expo Real zu.

Auswirkungen auf den Immobilienmarkt in der katalanischen Hauptstadt Barcelona sieht sie aufgrund der Separationsbestrebungen allerdings nicht. Das Interesse der Investoren an Barcelona und Katalonien sei nach wie vor hoch, bekräftigt sie. Aktuell gebe es allein in der Region um Barcelona Anfragen von drei großen Investoren nach mehr als 1 Mio. m² für Entwicklungen in den Bereichen Logistik und Industrie. "Wir haben derzeit mehr Anfragen als Projekte." Allerdings würden die Investoren vermehrt nachfragen, wie es denn weiterginge. "Wir werden in der EU bleiben", ist sich Ciciri i Amell sicher. Und wenn nicht? "Dann werden wir schnell wieder eintreten." Das sieht EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso bekanntermaßen ganz anders.

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