Erster Spatenstich im Mika-Quartier

Begrünte Dächer, großzügige Innenhöfe: So soll das Quartier aussehen.
Quelle: MiKa-Quartier GmbH & Co. KG

Dresden. Bis zu 900 Mietwohnungen sollen in den nächsten Jahren beim derzeit größten Wohnungsbauvorhaben in der sächsischen Landeshauptstadt entstehen. Entwickler Sassenscheidt und Townscape One stecken 200 Mio. Euro in das Wohnviertel im Nordwesten der Stadt.

Just vor der Immobilienmesse Expo Real stachen die Projektpartner Sassenscheidt und Townscape One den Spaten für den ersten Teil des Wohnquartiers. "Der Baustart war für uns der Aufschlag für die Vermarktung der 180 Wohnungen, die in diesem Abschnitt realisiert werden", sagt Erik Sassenscheidt, Geschäftsführer der gleichnamigen Firma mit Sitz in Iserlohn. Ab dem Frühjahr 2019 sollen die ersten Wohnungen zwischen Brockwitzer Straße und an der Elbaue bezugsfertig sein. Bis 2023 wollen die familiär verbandelten Entwickler Sassenscheidt und Townscape One das Wohnquartier komplett fertiggestellt haben.

Gebaut wird auf einem 4 ha großen Areal zwischen Elbepark und der Kaditzer Flutrinne im Stadtteil Mickten. Dort sollten schon Mitte der 1990er Jahre im großen Stil Wohnungen errichtet werden, doch aus den Plänen wurde nichts, weil es damals schlicht keinen Bedarf gab. Inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Dresdens Bevölkerung wächst seit Jahren kontinuierlich, die Wohnungsüberhänge sind weitgehend abgebaut und es werden wieder Wohnungen gebraucht. Und weil Bauland in der Innenstadt allmählich knapp wird, haben Entwickler wie Sassenscheidt und Townscape One das weitgehend brachliegende, aber bereits seit langem erschlossene Entwicklungsgebiet unterdessen für sich entdeckt.

"Ich bin froh, dass es auch hier in Mickten nun los geht", sagte Dresdens Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain beim Spatenstich für den ersten Bauabschnitt. "Zusammen mit den Projekten, die in Kürze in der direkten Nachbarschaft realisiert werden, wird sich dieses Gebiet insgesamt hervorragend entwickeln", zeigt sich Stefan Szuggat, Leiter des Stadtplanungsamts in Dresden, optimistisch.

Optimistisch sind auch die Marktforscher von bulwiengesa. Sie halten in dem Neubaugebiet Mieten von durchschnittlich 11 Euro/m2 für möglich. "Wir kalkulieren derzeit im Mittel mit einer Miete von 10 Euro/m2", gibt sich Erik Sassenscheidt bescheiden. Aber bis die ersten Wohnungen fertig seien, könnten die Preise durchaus noch steigen.

Im ersten Abschnitt entstehen im Mika-Quartier drei Wohngebäude mit knapp 15.000 m2 Mietfläche. Geplant sind drei fünfgeschossige Häuser mit 35 bis 130 m2 großen Ein- bis Vierzimmerwohnungen. Hauptzielgruppe für das Wohnungsangebot sind junge Familien, für die im Mika-Quartier auch eine entsprechende Infrastruktur entstehen soll. Wenn die Arbeiten des ersten Bauabschnitts abgeschlossen seien, werde auch der geplante Spielplatz im Innern des Areals fertig sein, verspricht das Entwickler-Duo. Zudem sollen eine Kita und Einkaufsmöglichkeiten für die künftigen Bewohner im Quartier geschaffen werden.

Insgesamt wird entlang der schon vor Jahren angelegten Straßenzüge ein Stadtviertel mit 2.500 bis 3.000 Wohnungen aus dem Boden wachsen. Die von Sassenscheidt und Townscape One gegründete Gesellschaft Mika-Quartier ist der bislang größte Entwickler im neuen Stadtviertel und bietet anlagehungrigen Investoren Gelegenheit, sich in das Projekt einzukaufen. Auf der Expo Real hielt Erik Sassenscheidt schon mal nach potenziellen Interessenten für den ersten Happen mit 180 Wohnungen Ausschau. "Die Resonanz war wirklich überwältigend", freut sich Sassenscheidt.

Zurück zur Startseite