Signa hat große Pläne

Berlin. Projekte mit einem Volumen von 2 Mrd. Euro hat die Signa-Gruppe nach eigenen Angaben in der Hauptstadt im Bestand oder in der Entwicklung. Gleich gegenüber vom KaDeWe ist etwa ein Büro- und Geschäftshaus geplant. Aber auch mit ihren Handelsobjekten hat Signa einiges vor.

Die Signa-Gruppe gehört derzeit zu den größten gewerblichen Entwicklern in Berlin. Parallel bereitet Timo Herzberg, Immobilienchef des Unternehmens, den Bau oder die Umnutzung gleich mehrerer Projekte vor. In der Passauer Straße 1-3, vis-à-vis dem KaDeWe, will Herzberg das Parkhaus P1 abreißen lassen und durch ein Büro- und Geschäftshaus mit 25.000 m2 oberirdischer BGF und 400 Stellplätzen in fünf unterirdischen Parkgeschossen errichten lassen. Die jetzige Verbindungsbrücke zwischen KaDeWe und Parkhaus über die Passauer Straße hinweg wird dann verschwinden. "Wir rechnen mit einem Baubeginn im zweiten Quartal 2019", sagt Herzberg. Derzeit läuft ein projektbezogenes Bebauungsplanverfahren.

Große Pläne hat Signa auch für den Karstadt am Berliner Hermannplatz, der 2016 von Meyer Bergman erworben wurde. "Wir haben die Vision, den Vorgängerbau in seiner historischen Kubatur neu entstehen zu lassen", verrät Herzberg. Unklar ist dagegen, ob auf dem Grundstück des jetzigen Karstadt-Warenhauses am Kurfürstendamm ein Einkaufszentrum entsteht. Das in der Branche als Mall of Kudamm bekannte Projekt wird umgeplant. "Wir streben eine stadtgerechtere Nutzung statt einer einseitig dimensionierten Nutzung an", erklärt Herzberg, der bestätigt, dass Harald G. Huth mit seiner Firma HGHI aus dem Projekt ausgeschieden ist.

Für zwei weitere Projekte steht mit Zalando bereits der künftige Mieter fest. Wie berichtet, wird der Online-Modehändler nach dem Umbau des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes am Ostbahnhof als Hauptmieter einziehen. Jetzt hat Zalando für den geplanten 90 m hohen Büroturm namens Stream auf dem Anschutz-Areal einen weiteren Vertrag über 45.000 m2 Mietfläche mit Signa abgeschlossen. "Beide Mietverträge sind ohne Beteiligung von Maklern durch unsere direkten Kontakte zu Zalando zustande gekommen", sagte Herzberg im Interview mit der Immobilien Zeitung.

Zurück zur Startseite