Plötzlich wollen alle BIM

Um Daten auf der Baustelle jederzeit digital abrufen zu können, müssen geeignete Standards definiert sein.
Quelle: istockphoto.com, Urheber: AzmanJaka

Wurde noch vor einem Jahr hierzulande darüber debattiert, ob BIM im deutschsprachigen Markt überhaupt angenommen wird, jagt jetzt eine Initiative die nächste.

Von der hessischen Straßenbaubehörde bis zur Deutschen Bahn, von der Bauindustrie bis zum Facility-Management: Plötzlich kann es den Beteiligten gar nicht schnell genug gehen mit dem Building Information Modeling (BIM). "Die BIM-Methodik bietet die Chance zu mehr Qualität, genauerer zeitlicher Planung und damit zu einer erheblichen Effizienzsteigerung", sagt etwa Burkhard Siebert, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbands Hessen-Thüringen. Er hat zusammen mit Landesbehörden und weiteren Verbänden vonseiten der Ingenieure und Architekten ein hessisches Kompetenznetzwerk (Cluster) ins Leben gerufen, das am 9. November zum ersten Mal tagte und das Thema BIM voranbringen will.

Einen Tag zuvor trafen sich zahlreiche Repräsentanten des FM-Sektors im Rahmen der Plattform für BIM im Gebäudebetrieb zum zweiten Roundtable. Ziel ist es, die zahlreichen Einzelinitiativen stärker zu bündeln, herstellerunabhängige Schnittstellen zu definieren, Datenstandards zu schaffen, für Wissenstransfer zu sorgen und rechtliche Risiken abzuklären. Zwar gibt es mit den Industry Foundation Classes bereits einen internationalen Standard für den Datenaustausch. Da auf jeder Stufe der Wertschöpfung unterschiedliche Daten Vorrang haben, ist es wichtig, geeignete Teilausschnitte zu definieren. Dann müssten in der Praxis nicht alle Daten übertragen werden, was den Austausch immens vereinfachen könnte.

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