US-Start-ups kochen auch nur mit Wasser

Ein Besuch deutscher Investoren auf dem Mipim Proptech Summit entlarvt den vermeintlichen technischen Vorsprung der USA als Mythos.

Das Beteiligungsunternehmen blackprintpartners hatte mit mehreren etablierten Immobilienunternehmen und einigen Proptechs eine Reise nach New York organisiert, um ein besseres Gespür für die Entwicklungen im internationalen Start-up-Sektor zu bekommen. Das Fazit: Die deutsche Proptech-Szene muss sich nicht verstecken. Neben dem Besuch des Mipim Proptech Summit standen Besichtigungen von innovativen Bürokonzepten und Coworking-Spaces auf dem Programm. Unter anderem nahmen NAI apollo, Kintyre und Art-Invest Real Estate an der Reise teil.

Die Erwartung, komplett neue Trends zu erleben, hat sich nach Meinung der Teilnehmer nicht erfüllt. Die US-Immobilienbranche sei bei der Digitalisierung nicht unbedingt weiter als Deutschland, meint Andreas Krone, geschäftsführender Gesellschafter von NAI apollo. Markus Wiedemann, geschäftsführender Gesellschafter von Art-Invest, sieht durch die geringe Zahl an schlüsselfertigen Projekten in den USA sogar eine größere Kluft zwischen Tradition und Innovation als hierzulande. Durch ihre Kundennähe sei die deutsche Immobilienbranche gut auf technologische Veränderungen vorbereitet. Einen großen Vorteil haben die USA dennoch zu bieten: Der Zugang zu Wagniskapital ist leichter als in Deutschland.

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