Wohnungen fast 15% teurer

Frankfurt. Die Angebotspreise für neue Eigentumswohnungen in der Stadt haben binnen Jahresfrist um 14,7% zugelegt. Zugleich ist die Zahl der Wohnungen in Entwicklung gewachsen.

In Frankfurt waren am 31. Oktober 2017 genau 3.487 Eigentumswohnungen in der Entwicklung. Wer eine erwerben möchte, muss im gewichteten Durchschnitt rund 6.190 Euro/m2 zahlen (Angebotspreis). Das hat bulwiengesa ermittelt. Das Beratungsunternehmen hat alle Projekte im Stadtgebiet erfasst, die mindestens zehn Wohneinheiten umfassen, als Neubau oder Sanierung auf Neubauniveau ausgeführt oder geplant sind und schon vermarktet werden.

Die Wohnungen verteilen sich auf 54 Projekte. Das sind 19 weniger als im Jahr 2017. Die Anzahl der Wohneinheiten insgesamt liegt aber um 447 höher. Der Anteil der Großprojekte mit mindestens 100 Einheiten steigt also. Der durchschnittliche Kaufpreis pro m2 ist 14,7% höher als in der Erhebung 2016.

Größtes Einzelprojekt ist der Grand Tower an der Europa-Allee 2 mit 401 Wohnungen, während der höchste Preis für die 19 Wohnungen von Suits 19 an der Börsenstraße 19 der worag Wohnraum Gesellschaft mit 10.850 Euro/m2 ermittelt wurde. Am anderen Ende der Skala liegt ein Objekt von bamac mit 15 Wohneinheiten unter der Adresse Am Ruhestein 13 in Schwanheim mit 3.300 Euro/m2. bulwiengesa sieht die unmittelbare Innenstadt, die letzten freien Baufelder an der Europa-Allee und ehemalige Industrieflächen im Gallus als derzeitige Bauschwerpunkte. Es folgt der Norden mit den letzten Abschnitten des Riedbergs.

Stadtweit liegt genau die Hälfte der Wohnungen in der Größenklasse zwischen 71 m2 und 90 m2. "Auffällig sind die vergleichsweise hohen Preise für kleinere Wohnungen (unter 71 m2), die auch auf eine hohe Nachfrage dieser Wohnungstypen durch Kapitalanleger zurückzuführen sind", heißt es weiter in der Studie. Der gewichtete Durchschnittspreis in der kleinsten Größenkategorie beträgt knapp 6.750 Euro/m2. Darüber hinaus beobachten die Marktforscher, dass die hohe Nachfrage und damit steigende Preise sich immer weiter in der Region verbreiten. Insbesondere Offenbach und Hanau seien nach Jahren mit Bevölkerungsrückgang und stagnierender Wirtschaft nun gefragte Wohnsitze.

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