Gewerbe mit Hotel auf Rundschau-Areal

Neu-Isenburg. Das bayerische Unternehmen Isarkies entwickelt einen Gewerbepark. Den Auftakt soll ein Hotelprojekt machen, für Gewerbeeinheiten laufen Verhandlungen mit potenziellen Mietern.

Isarkies Wohn- und Gewerbegrund plant eine großflächige Hotel- und Gewerbeentwicklung im Gewerbegebiet Süd im hessischen Neu-Isenburg (Landkreis Offenbach). Dazu hat das Unternehmen aus dem bayerischen Essenbach bereits im Sommer 2017 das 5,3 ha große Grundstück Rathenaustraße 29, das ehemalige Druckereigelände der Frankfurter Rundschau, für einen zweistelligen Millionenbetrag erworben. Der Verkäufer war Medienberichten zufolge der Hotelier Ulrich Ferber (Aspach).

Isarkies will anstelle des Bürohauses Rathenaustraße, Ecke Hermannstraße, ein Hotel mit 120 bis 140 Zimmern errichten. Für den Bürobau ist bereits eine Abrissgenehmigung beantragt. Die ehemaligen Druckereihallen sollen durch Umbauten und Teilabrisse für eine flexible Nutzung optimiert werden. Sowohl kleine Flächen für Existenzgründer als auch größere Einheiten zwischen 5.000 m² und 10.000 m² sollen so entstehen. Der fünfgeschossige Verwaltungsbau wird nach Sanierung ebenfalls für Existenzgründer zur Verfügung stehen und im Erdgeschoss ein Restaurant beherbergen. Die Arbeiten an den Gewerbeabschnitten des Geländes sollen erst beginnen, wenn sich genügend Mietinteressenten gefunden haben. Insgesamt wird das Areal rund 53.000 m² Nutzfläche bieten.

Den Erwerb der ehemaligen Druckereifläche hat Isarkies über die eigens gegründete Gesellschaft HIK Gewerbepark abgewickelt, an der auch das Immobilienunternehmen Hamdi Group aus dem baden-württembergischen Gronau beteiligt ist. Der Voreigentümer wollte auf dem Druckereigelände ein Logistikzentrum von Amazon ansiedeln. Im Mai 2017 lehnte die Neu-Isenburger Stadtverordnetenversammlung dies aber ab. Die Frankfurter Rundschau hatte das Gelände bis zu ihrer Insolvenz 2013 genutzt. Von 2015 bis 2016 waren bis zu 1.000 Flüchtlinge dort untergebracht.

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