Neue Plattform für Coworking

Das Maklerhaus Savills hat seine Coworkingplattform Workthere nach Deutschland geholt. Seit wenigen Tagen ist die Adresse workthere.de freigeschaltet.

Workthere sammelt Angebote für Coworkingeinheiten und Untervermietung von Büros in den wichtigsten deutschen Märkten. "In einem ersten Schritt haben wir die großen Coworkinganbieter mit ihren Standorten in den sieben wichtigsten Bürostädten auf der Plattform, aber wir wollen Workthere inhaltlich und räumlich ausweiten", sagt Marcus Mornhart, Managing Director bei Savills. Auf lange Sicht sollen kleinere Städte und Anbieter hinzukommen, darunter auch Firmen, bei denen Coworking nicht das Hauptgeschäft ist, die aber in ihren Büroräumen kleinere Flächen zur (Unter-)Vermietung frei haben.

Auf der Seite der Flächennutzer sieht Savills vor allem Start-ups als Zielgruppe, aber auch Mittelständler und große Firmen, die kurzfristig zusätzliche Büros benötigen. In dieser Hinsicht soll die Plattform auch als eine Art Beratungstool für das Maklerhaus funktionieren. "Wir wollen besser verstehen, wie der relativ neue Markt für Coworking funktioniert, an welchen Standorten welche Angebote gefragt sind, welche Bedürfnisse die Nutzer haben und welche Kapazitäten zur Verfügung stehen", erklärt Mornhart. Das helfe nicht nur bei der Vermietung in diesem Marktsegment, sondern auch in der Beratung von Investoren und Entwicklern, die neue Coworkingangebote erwägen. Außerdem sieht Mornhart die Möglichkeit, mit jungen Firmen Kontakt aufzunehmen und mitzuwachsen. Für sie könnten temporäre Büroräume ein Einstieg sein, der sich eines Tages zur Miete größerer Einheiten entwickelt.

Zunächst wird eine Savills-Mitarbeiterin Workthere schwerpunktmäßig betreuen. Mornhart hofft aber auf ein schnelles Wachstum. In Großbritannien, wo Workthere 2016 startete, gibt es inzwischen zwei feste Mitarbeiterstellen für das Projekt. In den kommenden Jahren will Savills das Konzept auf weitere Länder ausdehnen. Bis man von Deutschland aus für ein zweimonatiges Projekt drei Schreibtische in Hongkong buchen kann, wird es noch etwas dauern. Die Vermittlung zwischen Deutschland, Großbritannien und Irland funktioniert aber.

Für Anbieter von Flächen ist die Präsentation auf der Plattform kostenlos. Bei erfolgreicher Vermittlung fällt eine Gebühr von 10% der Erstjahresmiete an. Zum Plattformstart waren auf der deutschen Workthere-Version rund 60 Angebote verfügbar. Mornhart erwartet, dass 2018 auch das Untervermietungsgeschäft anläuft und derzeit laufende Gespräche mit klassischen Anbietern von Service-Offices in deren Engagement auf Workthere führen.

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