Das Jahr der großen Zahlen für APOprojekt

Die Geschäftsführer Hendrik von Paepcke (links) und Alexander Knälmann haben gut lachen angesichts des Bauvolumens von APOprojekt im Jahr 2017.
Quelle: APOprojekt

Das Mieterausbauunternehmen APOprojekt hat Oberwasser: 2017 hat das Bauvolumen dank mehrerer Großprojekte einen regelrechten Sprung gemacht, ebenso wie der Mitarbeiterstamm. In den kommenden Monaten will APOprojekt verstärkt in die Optimierung von Gebäuden für den Vermietungsmarkt einsteigen.

Für APOprojekt war 2017 das Jahr der großen Zahlen. Der Hamburger Spezialist für den Mieterausbau von Gewerbeobjekten hat sein Bauvolumen auf rund 150 Mio. Euro und damit um rund 50% gesteigert. Zudem hat das Unternehmen im bislang größten Objekt seit seiner Gründung 2007 Raumaufteilung, Gebäudetechnik und Innengestaltung geplant und umgesetzt: auf den gut 29.000 m2 BGF von Union Investments Bürohaus Am Seestern 3 in Düsseldorf mit der Deutschen Telekom als Hauptmieter. Allein dieser Auftrag, der sich deutlich länger als ein Jahr hinzog, hat ein Volumen von rund 25 Mio. Euro.

"Wir haben in den vergangenen Jahren Strukturen geschaffen und Erfahrungen gesammelt, um auch solche großen Projekte stemmen zu können", sagt Geschäftsführer Hendrik von Paepcke. Weitere Aufträge mit Volumina von jeweils mehr als 1 Mio. Euro waren die Berliner Eichhornstraße 3 (Mieter: Bombardier) sowie in Essen in der Haedekampfstraße 13 (Sanji Grill & Buffet) und der Paul-Klinger-Straße 7 (Ista). Insgesamt werden die Projekte größer, denn die Anzahl der Aufträge ist gegenüber 2016 insgesamt nur um rund 10% auf 450 gewachsen. "Dennoch bleiben die kleineren Projekte, von denen wir herkommen, für uns sehr wichtig", betont von Paepcke.

Hilfreich war der exklusive Vertrag mit dem Coworkinganbieter WeWork. Dessen expansiver Kurs in Deutschland brachte auch viel Arbeit für APOprojekt mit sich. Und nicht zuletzt profitiert das Unternehmen vom hervorragenden Umfeld in der Immobilienwirtschaft insgesamt.

"Ohne die rasche Integration unserer zahlreichen neuen Kollegen wäre das nicht möglich gewesen", sagt Geschäftsführer Alexander Knälmann. 2017 stellte das Unternehmen rund 110 neue Mitarbeiter ein und vergrößerte die Belegschaft damit auf 320 Personen. "Ein wesentlicher Teil unseres Marketings zielt auf Recruiting und Human Ressources", sagt von Paepcke. Die Gehälter seien branchentypisch, APOprojekt lege aber besonderen Wert auf partnerschaftlichen Umgang und die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Dabei deckt das Team alle Arbeiten von der Beratung sowohl von Eigentümern als auch Mietern über die Planung bis zur Steuerung der Subunternehmer auf der Baustelle ab.

Das Unternehmen habe auch davon profitiert, dass sich hierzulande immer mehr das Prinzip Design & Build durchsetzt, bei dem nicht mehr ein externer Architekt die Vorgaben macht und das Ausbauunternehmen sie ausführt, sondern alle Leistungen in einer Hand liegen. In angelsächsischen Ländern ist das laut von Paepcke bei mittelgroßen Projekten der Standard. Zwar arbeitet APOprojekt weiterhin auch mit Architekten zusammen, setzte aber von Anfang an gezielt auf eigene Planungsleistung.

Für 2018 hat sich das Unternehmen vorgenommen, ein relativ neues Geschäftsfeld deutlich auszuweiten: APOprojekt will früher in der Verwertungskette ansetzen und Eigentümer von Leerstandsobjekten in Sachen Refurbishment beraten, Veränderungen umsetzen und so die Chancen der Flächen auf dem Vermietungsmarkt steigern. "Oft helfen schon minimale Veränderungen erheblich weiter: Farbe im Treppenhaus, eine Erneuerung der Außenanlage oder ein Musterbüro", erläutert von Paepcke. "Es können aber auch technische Veränderungen sein, die das Objekt wieder marktgängig machen, wie ein verbesserter Brandschutz oder die Umwandlung von Single- zu Multi-Tenant." Bei entsprechendem Erfolg kann APOprojekt auch den folgenden Mieterausbau zügig und mit weniger Planungsaufwand umsetzen. Schließlich ist das Objekt den Mitarbeitern bereits vertraut.

Dass 2018 noch einmal ein 50%-Sprung beim Bauvolumen möglich ist, will der Geschäftsführer nicht versprechen, aber die Marke von 200 Mio. Euro peilt von Paepcke durchaus an. Bilanztechnisches Ziel ist eine Gewinnsteigerung, die näher an den Zuwachsraten des Bauvolumens liegt. Denn nach gut 7,5 Mio. Euro vor Steuern im Jahr 2016 ist 2017 nach Auskunft der Geschäftsführung nur eine moderate Steigerung gelungen.

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