Apleona und GVA getrennt

Die bisherige britische Apleona-Tochter GVA wird wieder zum eigenständigen Unternehmen. Apleona bleibt jedoch im Facility-Management in Großbritannien aktiv.

Die schwedische Private-Equity-Gesellschaft EQT gliedert das britische Immobilienberatungsunternehmen GVA Grimley aus dem deutschen Gebäude- und Industriedienstleister Apleona aus und führt beide Unternehmen eigenständig in seinem Besitz weiter. Apleona, damals noch Bilfinger Real Estate, hatte GVA Mitte 2014 übernommen. Im September 2016 hatte der Mutterkonzern Bilfinger seine Immobiliensparte an EQT veräußert. Vorerst wird sich durch die Trennung operativ wenig ändern, da GVA auch seit 2014 weiterhin als eigenständige Marke breit gefächerte Beratungsleistungen in seinem Stammmarkt Großbritannien angeboten hatte. "Das erste Geschäftsjahr von Apleona hat gezeigt, dass die unterschiedlichen Geschäftsmodelle von GVA als Berater und Apleona als Immobilienmanager zwar für sich gesehen jeweils sehr erfolgreich sind, aber die Anforderungen ihrer jeweiligen Märkte und Kundengruppen deutlich anders bedient werden müssen", begründet Apleona-CEO Jochen Keyberg die Trennung. Mit Apleona HSG bleibe sein Unternehmen auf allen britischen Märkten vertreten und wolle europaweit weiter wachsen.

Bei GVA erwartet CEO Gerry Hughes von der Umstrukturierung einen direkteren Zugang zu EQT, der das Wachstum des Unternehmens beschleunigen soll. EQT-Partner Andreas Aschenbrenner bescheinigt GVA eine erfreuliche Entwicklung und eine starke finanzielle Performance. Durch die Trennung von Apleona soll dieses Potenzial ausgeschöpft werden. Britische Quellen erwarten für 2017 eine Ertragssteigerung um rund 10%. Zum GVA-Chairman ist Andy Mottram berufen worden. Bislang hatte Patrick Morrissey diese Funktion inne. Mottram kommt von JLL und war dort CEO des britischen Unternehmenszweigs. Britische Marktbeobachter gehen davon aus, dass GVA in Zukunft stärkeres Augenmerk auf Immobilienberatung bei Infrastrukturprojekten und im Gesundheitssektor legen wird, weil dort große Wachstumschancen vermutet werden. Darüber hinaus werde das Unternehmen wohl weiterhin auf Apleona HSG zurückgreifen, aber in Zukunft auch freie andere Auftragnehmer einsetzen.

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