P&P bringt mehr Flair nach Fürth

Mit dem Neubau des Flair soll es vor allem zur Einkaufsmeile Schwabacher Straße hin einen neuen Zugang geben.
Quelle: P&P-Gruppe

Fürth. Die P&P-Gruppe will das City Center in der Fürther Innenstadt neu aufbauen. 2020 soll das Shoppingcenter als Flair Fürth wieder öffnen.

Fast 20 Jahre lang herrschte Stillstand im City Center. Die 351 Eigentümer konnten sich nicht auf Investitionen in das Center in bester Einkaufslage in Fürth einigen und blockierten sich gegenseitig. Nach langen und zähen Verhandlungen schaffte es die P&P-Gruppe schließlich, das gesamte Center zu übernehmen. Nun soll das City Center als Flair Fürth einen Neustart erleben. Dazu werden weitere Teile des Centers abgerissen. Auch der frühere C&A in der Hallstraße muss weichen. Ab 2020 soll die Shoppingmeile mit rund 21.000 m² auf drei Ebenen eröffnen. Etwas weniger als 100 Mio. Euro wird P&P bis dahin investiert haben.

P&P-Chef Michael Peter verspricht mit der Neupositionierung ein "Wow-Shopping". Das Flair soll die in der Innenstadt bestehenden Angebotslücken etwa bei der Herrenmode und jungen Mode schließen, erhofft sich Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung.

Beide sind sich sicher, dass das Center Potenzial hat. Schließlich sei Fürth allein in den vergangenen sieben Jahren um 14.000 Einwohner gewachsen. Die Einzelhandelsflächen in der Innenstadt seien dagegen noch auf dem Niveau von 2003.

Jetzt will Peter vor allem den Anteil der Gastronomie ausbauen. Bis zu 15% sind im Gespräch. Vor allem Systemgastronomen wie Hans im Glück, Nordsee oder eine Steakhaus-Kette sucht man in Fürth bisher vergebens. Auch eine Brauerei-Gastronomie schwebt Peter vor. Schließlich befand sich auf dem Areal früher einmal die Brauerei Geismann.

Mit der Vermietung hat P&P das Maklerunternehmen JLL beauftragt. Ein Nahversorger, ein Discounter und ein Drogeriemarkt scheinen gesetzt. Dazu sollen neue Marken gewonnen werden. Konkrete Vertragsverhandlungen werde es in den kommenden Wochen geben, so JLL.

Äußerlich sollen die Architekten von Boge-Johannsen aus Hamburg vor allem die Eingangsbereiche des Centers auffälliger und attraktiver machen. Diese sind bisher eher versteckt und recht schmal.

Wer das Center künftig betreiben wird, steht noch nicht fest. Dazu gebe es derzeit Gespräche, so Peter. Auch über die Zukunft des Flairs sei noch nicht entschieden. Peter kann sich einen Verkauf ebenso vorstellen wie eine langfristige Übernahme in den eigenen Bestand.

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