Büromieten steigen weiter

Auf hohem Niveau klettern die Büromietpreise in Deutschland weiter - insbesondere in Berlin. Das geht aus den aktuellen Maklerberichten für das erste Quartal 2018 hervor.

Der gut laufende Arbeitsmarkt in Deutschland hat auch zu Beginn dieses Jahres für steigende Büromieten in den sieben Immobilienhochburgen Berlin, Frankfurt, Hamburg, München, Düsseldorf, Köln und Stuttgart gesorgt. Besonders signifikant fällt das Plus dabei in Berlin aus. Dort haben sich die Durchschnittsmieten innerhalb eines Jahres laut Colliers International von 16,50 Euro/m2 auf 20,35 Euro/m2 erhöht. Die Folge: Frankfurt verliert erstmals den Spitzenplatz und liegt mit 20 Euro/m2 nur noch auf Platz zwei. München belegt mit 17,50 Euro/m2 im ersten Quartal Rang drei. Bei den Spitzenmieten bleibt Frankfurt jedoch unangefochten an der Spitze. Nach Berechnungen von BNP Paribas Real Estate liegt der höchste Wert in Frankfurt bei 42 Euro/m2 - ein Plus von über 9% im Vergleich zum Vorjahr.

Nach Recherchen von Colliers International sind die Leerstandsraten mittlerweile bereits an allen sieben Spitzenstandorten auf unter 4% gesunken, laut JLL waren es Ende März noch 4,5%. In Berlin liegt die Quote bei unter 2%. Einig sind sich die Analysten trotz leicht abweichender Zahlen darin, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren fortsetzen wird. "Auch die fertiggestellten Flächen konnten keine Entlastung bringen", sagt Carsten Ape, Head of Office Leasing bei CBRE Deutschland. Denn von den in den kommenden drei Jahren hinzukommenden 3,7 Mio. m2 Neubaufläche seien bereits jetzt mehr als die Hälfte vorvermietet, erklärt Wolfgang Speer, Head of Office & Occupier Services bei Colliers.

Das Neubauvolumen bewegt sich derweil unter den Erwartungen. Bis Ende 2018 sollen laut JLL noch weitere rund 900.000 m2 fertiggestellt werden. Die Prognosen lagen bei 1,3 Mio. m2. Und darüber hinaus macht Timo Tschammler, CEO von JLL Germany, noch auf ein weiteres Problem aufmerksam: Von den Flächen sind bereits jetzt nur noch 274.000 m2 verfügbar. Der Flächenumsatz blieb zum Jahresbeginn 2018 mit 928.000 m2 etwas hinter dem Zehnjahresrekord aus dem ersten Quartal 2017 zurück (-3,3%).

Zurück zur Startseite