Mangelndes Angebot bremst Logistikflächenmarkt

Die PGH hat diese 60 Jahre alte Halle in Billbrook abgerissen, um hier einen 10.000 m2 großen Neubau zu realisieren.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Hamburg. Der Hamburger Logistikmarkt startet 2018 mit Umsatzrückgängen. Mangels Angebot wurden nur 100.000 m2 umgesetzt. Ende 2018 kommen neue Projekte auf den Markt.

Nur 100.000 m2 Logistik- und Industrieflächen wurden im ersten Quartal 2018 umgesetzt - 40% weniger als 2017. "Das knappe Angebot an Flächen führt dazu, dass die Gesuche häufig nicht mehr bedient werden können", erklärt Frank Freitag von CBRE Hamburg. Auch Projektentwickler hätten Schwierigkeiten, Flächen zu finden. "Greenfields sind kaum noch verfügbar, weshalb Brownfields immer interessanter werden."

Christopher Raabe, Leiter Industrieflächenvermietung bei BNPPRE, erwartet, dass zunehmend Bestandsgebäude durch Neubauten ersetzt werden. "Zudem sollte es in gefragten Lagen wie Billbrook zu einer Nachverdichtung und im Umland zur Erschließung weiterer Logistikareale kommen." In der Konsequenz seien die Grundstückspreise stark gestiegen und sorgten in Kombination mit den ebenfalls deutlich höheren Baupreisen für steigende Mieten, erklärt Freitag. So sieht der CBRE-Makler die Durchschnittsmiete im Gesamtmarkt erstmals bei über 5 Euro/m2 - ein Anstieg von knapp 10% binnen Jahresfrist. Die Durchschnittsmiete im Stadtgebiet ist sogar auf 5,51 Euro/m2 gestiegen, auch bedingt durch größere Vermietungen in Neubauten.

Mit dem Bau einer 28.000 m2 großen Halle für die Eigennutzung in Buchholz in der Nordheide sorgte In Time Express Logistik für den größten Umsatz. Deutlich dahinter liegt Amazon Logistics mit einem 8.000 m2 großen City-Paketzentrum im Industriegebiet Peute. Zum Jahresende erwartet Freitag eine entspanntere Angebotssituation, da Projekte in Harburg, Billbrook sowie in Winsen oder Buchholz in die Vermarktung gehen.

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