KW plant 600 Wohnungen in Adlershof

Die ersten Visualisierungen für eine mögliche Gestaltung des Quartiers am Eisenhutweg gibt es schon. Wann tatsächlich gebaut werden kann, hängt davon ab, wie schnell Baurecht geschaffen wird.
Quelle: Fuchshuber Architekten

Berlin. Im Westen des Wissenschafts-, Wirtschafts- und Medienparks Adlershof will KW Development, Berlin, ein Quartier mit 600 Wohnungen schaffen. In der vergangenen Woche informierte der Entwickler über das Vorhaben auf dem 32.000 m2 großen Areal zwischen der Trasse der A 113 und dem Eisenhutweg 54-76.

Eigentlich sollte das langgezogene Grundstück am Eisenhutweg gewerblich entwickelt werden. Doch Adlershof Projekt, die städtebauliche Entwicklungsträgerin und Treuhänderin des Landes Berlin für den 420 ha großen Wissenschafts-, Wirtschafts- und Medienstandort Adlershof, fand seit dem Vermarktungsstart keinen Käufer für das Gelände. Da kam der Vorstoß von Jan Kretzschmar, dem Chef von KW Development, der zwischen Einfamilienhäuschen und Autobahntrasse lieber ein Wohngebiet entwickeln wollte, gerade recht.

KW Development hat die Fläche inzwischen gekauft und schon kräftig gewirbelt, damit ab 2019 gebaut werden kann. Derzeit wird der vorhabenbezogene Bebauungsplan entwickelt, für den das von KW beauftragte Architekturbüro Fuchshuber drei Varianten erstellt hat. Sie sehen 590 bis 610 Wohnungen mit insgesamt 34.000 m2 Nutzfläche vor. Außerdem ist der Bau einer Kita geplant und das Areal soll mit Wegen und Grünflächen zu einem Ort von hoher Aufenthaltsqualität gestaltet werden.

Die unmittelbare Umgebung ist geprägt von Einfamilienhäusern, die eine Schallschutzwand vor Lärm der Autobahn schützt. Das funktioniert ganz gut, auch wenn natürlich vom Verkehr etwas zu hören ist. Als Wohnstandort hat dieser Teil von Adlershof durch den nahen Landschaftspark Johannistal und den Teltowkanal dennoch seinen Reiz. Und durch einige Neubauten in der Nachbarschaft hat das Viertel demnächst auch ein kleines Geschäftszentrum zur Nahversorgung (vgl. "Adlershof bekommt eine VivaCity", IZ 23/2016).

Läuft alles wie von Kretzschmar gedacht, wird die städtische Wohnungsbaugesellschaft degewo die 100 Mio. Euro schwere Projektentwicklung schlüsselfertig übernehmen: "Wir sind derzeit in sehr konstruktiven Gesprächen", sagt Kretzschmar. 2022 will der umtriebige Entwickler, der seit der Gründung von KW vor sechs Jahren in Berlin und Potsdam rund 2.000 Wohnungen realisiert, mit dem Bau des Quartiers in Adlershof fertig sein.

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