Gegenbauer legt im technischen FM zu

Gegenbauer hat nicht nur seinen Hauptsitz in Berlin, sondern managt dort auch 38 Kultureinrichtungen wie z.B. das Brandenburger Tor. Quelle: pixabay.com, Urheber: scholty1970
Quelle: pixabay.com, Urheber: scholty1970

Die seit dem Jahreswechsel 2016/2017 mit dem Dienstleister RGM vereinte Unternehmensgruppe Gegenbauer hat ihren organischen Umsatz sowie die Mitarbeiterzahl im vergangenen Jahr ausgebaut. Gerade das technische Facility-Management erwies sich als Wachstumstreiber.

Die Unternehmensgruppe Gegenbauer ist 2017 im ersten gemeinsam mit der RGM-Gruppe abgeschlossenen Geschäftsjahr real um 1,6% gewachsen. Dabei ist der positive Sondereffekt der Umstellung der Rechnungslegung von IFRS auf HGB bereits herausgerechnet. Der Umsatz betrug 696,6 Mio. Euro. "Das Facility-Management ist unser stärkster Geschäftsbereich", sagt der Vorstandsvorsitzende Fritz-Klaus Lange. Etwa 54% des Gesamtumsatzes entfallen auf das FM. Allerdings ordnet Gegenbauer im Gegensatz zu vielen anderen Dienstleistern diesem neben dem technischen Gebäudemanagement, Industrial Services und dem Location Management auch das Property-Management zu.

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Leistung der Unternehmensgruppe im Facility-Management um 3,7% auf 374,3 Mio. Euro. Wachstumstreiber innerhalb des FMs war mit plus 6,9% das technische Gebäudemanagement. Deutlich zurück ging es dagegen im Property-Management mit minus 19,4%. Das liege daran, dass RGM Retail aus der Tochtergesellschaft PropertyFirst ausgegliedert worden ist, erklärt Lange. "Wir haben keinen Auftrag verloren."

Im Geschäftsbereich der infrastrukturellen Dienstleistungen, zu denen Gegenbauer neben der Gebäudereinigung, Sicherheits- und Hausmeisterdiensten auch seine Aufträge für Gesundheitseinrichtungen und Flughäfen zählt, erwirtschaftete die Unternehmensgruppe eine Leistung von 322,1 Mio. Euro und damit 46% des Gesamtumsatzes. Im Sicherheitssegment kam es 2017 zu einer Ausgründung: Gegenbauer verlagerte Security-Aufgaben für Veranstaltungen in die Berliner Gesellschaft Teamflex Solutions, die der Facility-Manager zusammen mit dem Partner B.e.s.t. Veranstaltungsdienste betreibt. Die entsprechenden Umsätze tauchen deshalb nicht mehr in der Gegenbauer-Bilanz auf. Bei den Hausmeisterdiensten trennte sich Gegenbauer wegen einer "Rückbesinnung auf die Kernkompetenzen" von mehreren Aufträgen.

Einem positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 28,6 Mio. Euro standen im Geschäftsjahr 2017 ein Cashflow aus Investitionen von -6,9 Mio. Euro und aus Finanzierungstätigkeit (-24,1 Mio. Euro) gegenüber, sodass sich der Finanzmittelfonds von Gegenbauer von 3,1 Mio. Euro auf 700.000 Euro reduzierte.

Aufträge erhielt die Unternehmensgruppe 2017 u.a. vom Berliner Immobilienmanagement (38 Kultureinrichtungen wie z.B. das Brandenburger Tor) von Deka (zwölf Immobilien im Rhein-Main-Gebiet), Areef GE1.1 (Bürohaus Konrad, München) und von HSBC Trinkaus (Westnetz-Tower, Dortmund). Die im Property-Management tätige Tochtergesellschaft PropertyFirst generierte neue Mandate von LHI und HanseMerkur Grundvermögen. Insgesamt stieg das Auftragsvolumen von Gegenbauer 2017 um 37,5%.

"Wir haben das Niederlassungsnetz gestrafft", berichtet Lange. In Frankfurt, Berlin und Hannover wurden Standorte von Gegenbauer und RGM zusammengelegt. Gleiches ist für München und Stuttgart geplant. "In beiden Unternehmen ist aber nicht ein Mitarbeiter wegen des Mergers freigestellt worden", betont Lange. Stattdessen sei das Personal aufgestockt worden. 2017 beschäftigte die Unternehmensgruppe insgesamt 17.947 Mitarbeiter, 293 Menschen mehr als im Jahr davor.

"Wir werden 2018 ebenfalls sehr gut unterwegs sein", kündigt der Vorstandsvorsitzende an. Die Unternehmensgruppe erwartet einen Umsatzanstieg. Entscheidend für das Erreichen der gesteckten Ziele sei es, weitere qualifizierte Mitarbeiter zu finden.

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