Berliner wollen beim Bauen mitreden

Berlin. In der Stadt alt werden und bei Bauvorhaben mehr mitreden - das sind die Wünsche der Hauptstädter, die die Berliner Sparkasse erfragt hat.

Vier von fünf Berlinern wollen nicht weg. Nie. Am höchsten ist die Treue unter den Bewohnern im Bezirk Tempelhof-Schöneberg: Von ihnen sehen 83% ihren Alterswohnsitz in Berlin. Zwei Drittel der 1.000 Befragten wollen das Alter im gewohnten Zuhause verbringen. Gut jeder Fünfte möchte später in ein Mehrgenerationenhaus wechseln. Für das Konzept sind Frauen (20%) offener als Männer (16%). Wenig überraschend: Ins Altersheim wollen nur 7% aller Befragten.

Eine besondere Verbindung haben die Bewohner der 3,6 Mio. Einwohner zählenden Metropole zu ihren Kiezen. Knapp 80% identifizieren sich mit ihrer Nachbarschaft - allen voran die Bewohner von Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain-Kreuzberg. 77% der Befragten wünschen sich mehr Mitsprache bei Bauvorhaben. Neuer Wohnraum, meint über die Hälfte, soll in Häuserlücken und Dachgeschossen entstehen. Hochhäuser kommen als Lösung des Wohnraummangels für 40% infrage. Skeptisch beobachten die Befragten, wenn aus einfachen Kiezen Szeneviertel werden, in denen mit Geschäften und Cafés auch neue Nachbarn Einzug halten, Häuser renoviert werden und Mietpreise steigen. Darin sehen 39% der Berliner Chancen und 61% Risiken.

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