Investmentmarkt für Hotels wächst

Der Marktwert der investmentrelevanten Hotels in Deutschland ist 2017 um 6% auf rund 52,6 Mrd. Euro gestiegen. Damit hat sich das Marktvolumen in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt.

Ausschlaggebend für die Wertsteigerung ist der weitere Vormarsch der von Investoren bevorzugten Markenhotellerie in Deutschland sowie ein generell anhaltendes Angebotswachstum. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Marktwertanalyse von Union Investment und bulwiengesa. Das Angebotswachstum drückt sich in einem Plus bei den Hotelbettenzahlen von 16,6% innerhalb der letzten Dekade aus. Wertsteigernd erweist sich zudem die gute Performanceleistung der deutschen Kettenhotellerie, die durch steigende Auslastungszahlen und höhere Zimmerraten getrieben wird. So ist der Umsatz pro verfügbarem Zimmer bei den Kettenhotels im Betrachtungszeitraum von 49,9 Euro auf 66,7 Euro gestiegen.

"Die bereits im achten Jahr in Folge steigenden Übernachtungszahlen in Deutschland treiben diese Entwicklung maßgeblich voran", sagte Dierk Freitag, Bereichsleiter und Partner bei bulwiengesa. "Trotz des Konkurrenzangebots von Airbnb setzt der institutionelle Hotelmarkt sein Wachstum auf stabilem Niveau unbeirrt fort." Parallel zum traditionellen Hotelmarkt schließe das Wachstum auch neuere Hotelkonzepte ein. Hierzu gehören zum Beispiel Apartmenthotels, die in zunehmendem Maße für Anleger interessant sind. Als investmentrelevantes Angebot wurde ein Bestand von rund 375.200 Hotelzimmern ermittelt, die sich auf deutsche Klein-, Mittel- und Großstädte verteilen. Der durchschnittlich ermittelte Wert pro Zimmer betrug 2017 140.100 Euro; im Jahr davor lag der entsprechende Wert bei 135.600 Euro.

Dem Wachstum des institutionellen Hotelmarkts steht im Jahr 2017 ein rückläufiges Transaktionsvolumen von 4,2 Mrd. Euro (2016: 5,2 Mrd. Euro) gegenüber. Wurden im Vorjahr etwa 10% des berechneten Marktvolumens gedreht, beläuft sich der Wert der gehandelten Hotels im Jahr 2017 auf 8%. "Die Bereitschaft von Bestandshaltern, sich von Hotel-Assets zu trennen, ist gegenüber dem Vorjahr signifikant gefallen", erklärt Freitag. Zu sinkenden Transaktionszahlen führten auch die geringe Produktverfügbarkeit und das gestiegene Preisniveau.

Zurück zur Startseite