Skandinavien ist ideal für Datencenter

Ein neuer Savills-Index zeigt, welche Länder für das Investment in Rechenzentren besonders geeignet sind.

Die skandinavischen Länder Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland belegen zusammen mit den Niederlanden die ersten fünf Ränge im vom Immobiliendienstleister Savills neu geschaffenen Rechenzentren-Investment-Index. Dieser vergleicht 20 europäische Länder in Bezug auf zwölf Faktoren, die für die Entwicklung solcher Anlagen entscheidend sind. Die nordischen Länder punkten vor allem mit gemäßigtem, kühlem Klima und Zugang zu günstigen, erneuerbaren Energien. Großanlagen mit über 50.000 m² Fläche werden daher auch künftig bevorzugt in diesen Ländern gebaut werden. Gleichzeitig nimmt durch neue Datenschutzbestimmungen der Bedarf an kleinen, regionalen Datencentern z.B. in Deutschland zu.

Insgesamt wurden 2017 rund 450 Mio. Euro in europäische Rechenzentren investiert. Die Anleger sind vor allem spezialisierte Reits aus den USA und Asien, aber auch zahlreiche Institutionelle aus Großbritannien. Da sich die Assetklasse Rechenzentren mittlerweile etabliert hat und Investoren in Kontinentaleuropa sich damit vetraut gemacht haben, rechnet Savills mit einer Zunahme der Investmenttätigkeit in diesem Segment. Die Anfangsrenditen liegen derzeit noch bei 5% bis 7%. Nach Ansicht von Marcus Lemli, CEO von Savills Germany, dürften die Renditen jedoch mit steigendem Transaktionsvolumen in den kommenden Monaten und Jahren weiter sinken.

Zurück zur Startseite