Seehofer will steuerliche Förderung von Modernisierung

Die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung steht zwar im Koalitionsvertrag von Union und SPD, wurde bislang aber noch nicht angepackt. Jetzt macht Bundesinnen- und -bauminister Horst Seehofer (CSU) einen Vorstoß. "Ich werde dem Klimakabinett vorschlagen, die Sanierung von Altbauten in mehreren Schritten steuerlich absetzbar zu machen", sagte Seehofer am Wochenende der Zeitung Rheinische Post.

Das genannte Klimakabinett, dem neben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Reihe von Ministern angehören, soll Vorschläge erarbeiten, wie Deutschland seine Ziele beim Klimaschutz einhalten kann. Der Altbaubestand habe das größte Potenzial der CO2-Reduzierung, der Ausstoß könne um zwei Drittel verringert werden, sagte Seehofer. Einsparungen in Höhe von mehreren Mio. t CO2 seien möglich. Bislang allerdings hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) kein Geld für diese steuerliche Förderung frei gegeben. Im Haushaltsentwurf 2020 ist dafür kein Posten vorgesehen. Mit Kosten von 1 Mrd. bis 2 Mrd. Euro wird je nach Gestaltung gerechnet.

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) "begrüßt ausdrücklich" den Vorstoß, sagt ZIA-Päsident Andreas Mattner. Schon lange wünschten sich die Verbände diese Schritte. Im Gebäudesektor stecke das größte Potenzial für eine verbesserte Energieeinsparung. "Eine steuerliche Abschreibung wirkt wie ein Konjunkturprogramm und kann die Energiewende im Gebäudesektor rapide beschleunigen."

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