Über 10.000 Wohnungsfertigstellungen in Hamburg

Die CG-Gruppe und Zechbau gehören zu den fleißigen Wohnungsbauern in Hamburg – hier die Grundsteinlegung zum Bahrenfelder Carré.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Mit 10.674 Wohnungen wurden in Hamburg im vergangenen Jahr so viele Wohneinheiten fertiggestellt wie zuletzt 1977. Gleichzeitig sind die Wohnungen im Mittel 25 qm kleiner als noch 2011.

2018 wurden nach Zahlen von Statistik Nord in Hamburg 10.674 Wohnungen fertiggestellt - über ein Drittel mehr als 2017 und dreimal so viel wie im Jahr 2011, dem Start der Wohnungsbauoffensive unter Olaf Scholz. Seitdem sind 55.740 Wohneinheiten fertiggestellt worden, darunter über 14.000 Sozialwohnungen. Und noch ein Vergleich: 2018 wurden so viele Wohnungen fertiggestellt wie zuletzt vor 42 Jahren.

"Angebot und Nachfrage müssen in einen Ausgleich kommen"

"Über zehntausend fertiggestellte Wohnungen 2018 zeigen, dass der Wohnungsbau in Hamburg gut vorankommt", sagt der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher. "Der Bau zusätzlicher Wohnungen ist das wirksamste Mittel gegen den weiteren Anstieg der Miete. Angebot und Nachfrage nach Wohnraum müssen wieder in einen Ausgleich kommen."

Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt verweist auf den "Erfolg unserer gemeinsamen Arbeit im Bündnis für das Wohnen in Hamburg" und zeigt sich zuversichtlich, dass "wir langfristig dazu beitragen, den angespannten Wohnungsmarkt in Hamburg weiter zu entlasten".

Wohnungsgröße schrumpft auf 79 qm

Mit fertiggestellten 849.430 qm wuchs die gesamte Wohnfläche im vergangenen Jahr zwar um gut 26 %. Doch die Durchschnittsgröße der fertiggestellten Wohnungen sank von 84,8 qm im Jahr 2017 auf 79,6 qm anno 2018. Stolze 107 qm groß waren die Wohnungen noch 2011.

Bereits im Januar hatte die BSW die Zahl der Baugenehmigungen auf Basis der Bezirksmeldungen vorgestellt: 11.243 im Vergleich zu 13.411 im Jahr 2017. Statistik Nord vermeldete auf Basis der Bauherrenmeldungen 11.087 Baugenehmigungen.

Baugenehmigungen im ersten Quartal sinken

"Die Verstetigung der sehr erfreulichen Ergebnisse für die kommenden Jahre wird noch größere Kraftanstrengungen aller Bündnispartner erfordern", kommentiert Marko Lohmann, Vorsitzender des VNW-Landesverbands Hamburg, die Zahlen. "Die stark gestiegenen Grundstücks- und Baukosten machen derzeit weitere Projekte insbesondere für das Segment des bezahlbaren Wohnens immer schwieriger. Der Rückgang der Zahl der Baugenehmigungen ist ein Indiz dafür." Im ersten Quartal 2019 wurden nach Zahlen von Staitik Nord 1.147 Wohnungen genehmigt, 25,6 % weniger, als im Auftaktquartal 2018.

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