Globaler Transaktionsmarkt schwächelt

JLL bilanziert am globalen Transaktionsmarkt für Gewerbeimmobilien (inklusive Pflegeheime, Studentenwohnheime etc.) im 1. Quartal 2019 einen Rückgang im Jahresvergleich von 8%. JLL-Deutschlandchef Timo Tschammler begründet die Entwicklung mit der "komplexen Gemengelage aus sich verlangsamender weltweiter Konjunktur, globalen Handelskonflikten und der noch ungelösten Brexit-Frage." Das Rekordergebnis im Teilmarkt Asien-Pazifik reichte zur Kompensation der Rückgänge nicht aus.

So wurden im asiatisch-pazifischen Raum rund 45 Mrd. USD umgesetzt und damit satte 14% mehr als im Vorjahr. China hat dabei sein Transaktionsvolumen auf 17,4 Mrd. USD fast verdoppelt, schwächster Markt war Australien mit einem Einbruch um 44%. Doch in Summe blieb die Region hinter den beiden anderen globalen Schwergewichten weiterhin zurück.

USA mit 5% minus

Der weltgrößte Gewerbeimmobilienmarkt Amerika bilanzierte 62 Mrd. USD Quartalsumsatz, 8% weniger als im Vorjahr. Der größte Teilmarkt, die USA, hielt sich mit -5% noch vergleichsweise gut und brachte es auf 58 Mrd. USD. Andere wichtige Märkte wie Kanada (-17%), Mexiko und Brasilien (je -76%) ließen allerdings umso stärker nach.

Um 22% brach der Umsatz in Europa/Nahost/Afrika (Emea) ein, es wurden 50 Mrd. USD erreicht. Es gab zwar Zuwächse in kleinen Märkten wie Schweden, Tschechien, Griechenland, Russland, Südafrika und der Türkei, doch die umsatzstarken Länder blieben im Minus. Das Brexit-geplagte Großbritannien notierte ein Minus von 18% auf 14,1 Mrd. USD, in Deutschland führte der Produktmangel zu einem Minus von 20% auf 11,4 Mrd. USD und auch in Frankreich gaben die Anleger 21% weniger aus.

Entwicklung setzt sich fort

Für das Gesamtjahr rechnen die JLL-Researcher mit einer Fortsetzung der regionalen Entwicklungen. Die Umsätze in Asien-Pazifik sollen 2019 um 5% gegenüber dem Vorjahr zulegen, in Emea werden sie um 10% unter Vorjahresstand bleiben. Einen Rückgang in gleicher Größenordnung soll es auch auf dem amerikanischen Kontinent geben.

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