Berliner Hochhäuser müssen multifunktional sein

Regeln für den Bau von Hochhäusern hat jetzt Berlins Senatsbaudirektorin Regula Lüscher der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach den vorliegenden Planungsgrundsätzen müssen Türme eine "besonders hohe städtebauliche und architektonische Qualität aufweisen, Ergebnisse eines Wettbewerbsverfahrens sein und einen Mehrwert für die Allgemeinheit erzeugen. Ferner ist ein Bebauungsplanverfahren durchzuführen, "vorzugsweise vorhabenbezogen".

Wichtig ist der Politikerin ferner: Die Bürger müssten frühzeitig eingebunden werden, Nachteile der Wolkenkratzer auf die Umgebung seien von den Bauherren zu kompensieren. Außerdem sollen die hohen Bauten besonders umweltfreundlich sein. Konkret sieht das Hochhausleitbild vor, dass Häuser über 60 m Höhe multifunktional zu nutzen seien. Reine Büro- oder Wohntürme sind damit tabu. Auch verlangt die Regelung ein offenes Erdgeschoss, und dass die Dächer für die Öffentlichkeit frei zugänglich sind. Ansiedeln könnten Bauherren ein Restaurant oder eine Skybar. Lukrative Penthäuser sind nicht mehr möglich. Einzelne Quartiere für den Bau von Hochhäusern will der Berliner Senat nicht nennen. "Das heizt nur die Bodenspekulation an", befürchtet Lüscher. Jetzt muss sich das Berliner Abgeordnetenhaus mit dem Vorschlag aus der Senatsbauverwaltung beschäftigen.

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