OECD schlägt für Deutschland höhere Immobiliensteuern vor

In ihrem diesjährigen Reformpapier zur Förderung des Wirtschaftswachstums "Going for Growth 2019" hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) Deutschland vorgeschlagen, die Abgabenbelastung zugunsten von Geringverdienern und zulasten von Immobilienbesitzern umzuverteilen. Die Sozialabgaben insbesondere für Niedriglohnbezieher sollten gesenkt werden, im Gegenzug empfiehlt der Report die Einführung einer generellen Steuer auf Verkaufsgewinne bei Wohneigentum. Außerdem sollen Mehrwertsteuervergünstigungen abgeschafft werden, explizit nennt der Report den ermäßigten Satz für Hotelübernachtungen. Auch die Besteuerung von Kapitaleinkünften solle erhöht werden. Damit ließe sich eine Absenkung der Steuerlast für Geringverdiener gegenfinanzieren. OECD-Vorschläge an Deutschland in Sachen höhere Immobiliensteuern haben Tradition. Schon vor der Finanzkrise war der Organisation das niedrige Niveau der hiesigen Grundsteuer ein Dorn im Auge.

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