Steuererleichterung bei Mitarbeiterwohnungen

Das Bundeskabinett hat heute beschlossen, die verbilligte Vermietung von Wohnungen durch Arbeitgeber an Arbeitnehmer zu erleichtern. Bisher galt: Bietet ein Unternehmen Mitarbeitern Wohnungen vergünstigt an, will der Gesetzgeber Steuern und Sozialabgaben auf den geldwerten Vorteil sehen. Nun ist laut Vorlage "ein Freibetrag" vorgesehen: Die Miete kann bis zu einem Drittel unter dem "ortsüblichen Mietwert" liegen, ohne dass der Fiskus beim Arbeitnehmer wegen eines geldwerten Vorteils anklopft. Diese geplante Regelung hat das Bundesfinanzministerium von Olaf Scholz (SPD) in einen heute vom Kabinett verabschiedeten Entwurf eingebettet, der überschrieben ist mit "Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften".

Der Arbeitgeber muss nicht selbst Eigentümer der Wohnungen sein. Es ist ausreichend, wenn er diese angemietet hat oder wenn sie ihm aufgrund von Belegungsrechten zur Verfügung steht und dem Arbeitnehmer verbilligt überlassen wird. Wohnen in Luxus allerdings soll nicht gefördert werden. Deshalb setzt die neue Regelung eine Obergrenze von 20 Euro/qm fest. Liegt die ortsübliche Kaltmiete darüber, soll es keinen Freibetrag geben. Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen findet den Beschluss gut: "Die Förderung des Mitarbeiterwohnens ist ein wichtiger Baustein für das bezahlbare Wohnen in Deutschland."

Zurück zur Startseite