Makler beim Kampf gegen Geldwäsche in der Pflicht

Frisch gewaschen. Immobilien sind bei der Geldwäsche offenbar beliebte Objekte.
Quelle: Pixabay, Urheber: stevepb

Weil die Immobilienbranche als besonders anfällig für Delikte zur Geldwäsche gilt, nimmt die Bundesregierung künftig die Makler stärker in die Pflicht. Die Vermittler sind nun per Gesetz in den Kreis der Verpflichteten einbezogen.

Damit gehören Makler künftig zu den Berufsgruppen, die dazu verpflichtet sind, einen Verdacht auf Geldwäsche zu melden und Vorsorge gegen Geldwäsche zu betreiben. Auch Finanzdienstleister, Edelmetallhändler und Auktionshäuser gehören zu diesem erlauchten Kreis.

Am heutigen Mittwoch hat das Bundeskabinett neue Maßnahmen für eine bessere Verhinderung und Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusförderung beschlossen. Damit wird die Änderungsrichtlinie zur 4. EU-Geldwäscherichtlinie in nationales Recht umgesetzt.

Der Gesetzentwurf sieht unter anderem vor, dass das 2017 geschaffene Transparenzregister für die gesamte Öffentlichkeit zugänglich sein wird. Ein Nachweis eines berechtigten Interesses ist nicht mehr notwendig. Und die Verdachtsmeldepflicht freier Berufe bei Immobilientransaktionen soll angesichts aktueller Geldwäscheverdachtsfälle und erhöhter Geldwäscherisiken in diesem Sektor konkretisiert werden.

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