Aareal Bank: Konzernergebnis und Zinsüberschuss sinken

Der Stand der Aareal-Bank auf der französischen Immobilienmesse Mipim. Das Geschäft mit dem Nachbarn im Südwesten läuft derzeit relativ konstant.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Nicolas Katzung

Das Konzernbetriebsergebnis der Aareal Bank ist im ersten Halbjahr 2019 im Vorjahresvergleich von 129 Mio. Euro auf 122 Mio. Euro gesunken. Der Zinsüberschuss sank von 135 Mio. Euro im ersten Quartal 2019 auf 134 Mio. Euro im zweiten Quartal. Dennoch hält Finanzvorstand Marc Heß an der Gesamtprognose beim Betriebsergebnis von 240 bis 280 Mio. Euro fest, wie er in einer Telefonkonferenz sagte.

Die Umsatzerlöse kletterten im zweiten Quartal des laufenden Jahres im Vergleich zum ersten Quartal von 53 Mio. Euro auf 57 Mio. Euro. "Konsequent", sagt Heß, "baut unsere Bank das Finanzierungsportfolio in den USA aus." So beträgt der Anteil am dortigen Geschäft mittlerweile 31%. Ende des vergsangenen Jahres waren es noch 28%.

Hotels dominiert

Der Deutschland-Anteil sank im gleichen Zeitraum von 12% auf 10%. Der West- und Südeuropa-Anteil blieben mit 32% beziehungsweise 15% konstant. Auch die Objektarten im Gesamtportfolio blieben nahezu unverändert: Es dominieren Hotels mit einem Anteil von 31%. Büros folgen mit einem Anteil von 29%, gefolgt vom Handel mit 24%, Logistik mit 7% und Wohen mit 6%.

Deutlich mehr ausgefallene Forderungen in Großbritannien

Deutlich angestiegen ist der Anteil ausgefallener Forderungen (NPL) in Großbritannien von null auf 229 Mio. Euro. "Schuld daran sind drei Shopping-Center, die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind", sagte Heß. "Dennoch bleibt Großbritannien weiterhin einer unserer Kernmärkte." Die Auswirkungen eines harten Brexits könne man derzeit kaum beurteilen. "Es stellt sich auch die Frage, wie schnell dort neue Handelsverträge geschlossen werden."

In Italien habe die Wiesbadener Immobilienspezialbank die Zahl der NPLs trotz wirtschaftlicher Turbulenzen von 1,11 Mrd. Euro um 48 Mio. Euro senken können. "Bis zum Ende des Jahres wollen wir insgesamt die Zahl der Forderungsausfälle weiter reduzieren."

Geplanter Aareon-Teilverkauf wird nicht dementiert

Deutlicher Treiber der Geschäfte bleibt die IT-Tochter Aareon. Sie konnte im zweiten Quartal ein zweistelliges Umsatzplus erzielen und sorgte für einen Anstieg des Provisionsüberschusses von 51 Mio. Euro im zweiten Quartal 2018 auf 57 Mio. Euro im zweiten Quartal dieses Jahres.

Die Aareon sei "integraler Bestandteil der Gruppe", stellte der Finanzchef klar, ohne jedoch die Gerüchte um einen Verkauf eines Minderheitenanteils des Unternehmens zu dementieren. "Wir nehmen zu derartigen Marktspekulationen wie in der Vergangenheit keine Stellung." In den vergangenen Jahren war es jedoch so, dass sich nicht wenige dieser Spekulationen, wie beispielsweise um die Übernahme der Düsseldorfer Hypothekenbank oder der Corealcredit Bank, bewahrheiteten.

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