Wiesbaden: GWW bekommt vorerst keinen zweiten Chef

Das bereits laufende Verfahren zur Besetzung eines zweiten Geschäftsführerpostens bei den Wiesbadener Wohnungsgesellschaften GWW und GeWeGe soll gestoppt werden. Das hat Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) der Kooperationsrunde der Parteien SPD, CDU und Grüne vorgeschlagen.

Vor einer erneuten Ausschreibung sei zu prüfen, ob eine zweite Geschäftsführerstelle überhaupt erforderlich sei, sagt Mende. Die beiden Unternehmen werden seit dem Jahresbeginn von Thomas Keller geführt. In der ursprünglich geplanten Doppelspitze sollte er vor allem die technischen Themen besetzen und damit die Aufgaben des Ende Juni in Rente gegangenen Geschäftsführers Hermann Kremer übernehmen. Nun führt Keller das Unternehmen vorerst allein weiter.

Es wurde ein kaufmännischer Geschäftsführer gesucht

Für die kaufmännische Geschäftsführung wurde ein Nachfolger von Stefan Storz gesucht, der die Unternehmen im Frühjahr 2018 verlassen hatte. Dem Wiesbadener Kurier zufolge war für die Stelle Evelyn Pflugradt vorgesehen gewesen, die derzeit als Prokuristin für das ebenfalls kommunale Bau- und Facility-Management-Unternehmen WIBau arbeitet.

Auch zur Ausschreibung des ebenfalls vakanten Geschäftsführerpostens der GWW und GeWeGe übergeordneten Holding WVV äußerte sich Mende. Demnach würde er das Verfahren gerne in die Hände einer externen Personalberatung geben, die dem Aufsichtsrat einen Vorschlag unterbreitet, der allein auf der Qualifikation des Bewerbers beruht. Es sei "unabdingbar, dass nicht der Hauch einer parteipolitischen Einflussnahme entsteht", erklärt der seit Juni amtierende Oberbürgermeister.

Dem früheren Geschäftsführer Ralph Schüler war wegen diverser Vorwürfe fristlos gekündigt worden. Als potenzieller Nachfolgekandidat war laut dem Wiesbadener Kurier zuvor Hans-Joachim Hasemann-Trutzel gehandelt worden. Der Jurist ist stellvertretender Vorsitzender der Wiesbadener CDU-Fraktion.

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