Kosten für Wohnungsbau seit 2000 um 65% gestiegen

Die Bauwerkskosten beim Wohnungsbau sind trotz vieler Bemühungen um Effizienzsteigerung in den Jahren 2000 bis 2018 um rund 65% gestiegen. Das geht aus der Jahresstatistik 2018 des GdW Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen hervor, dem rund 3.000 Unternehmen in Deutschland angehören. Die Kostensteigerung durch Verordnungen zur Energieeinsparung (EnEV) betrug laut der Auswertung 16% seit dem Jahr 2002. "Einsparungen aus verminderten Heizkosten können dies nur zum Teil gegenfinanzieren, zumal der betriebliche Aufwand für energetisch hocheffiziente Gebäude deutlich ansteigt", sagt GdW-Präsident Axel Gedaschko.

Die Baupreise insgesamt sind laut GdW seit dem Jahr 2000 um 45% gestiegen. Allein die Rohbauarbeiten an Wohnbaugebäuden hätten um 41% zugelegt. Beim technischen Ausbau der Gebäude gehe es im gleichen Zeitraum sogar um 146% nach oben. Auch die konstruktiven Ausbaukosten (72%) und die Baunebenkosten (67%) hatten jeweils einen deutlichen Anstieg zu verzeichnen. Zum Jahreswechsel 2018/2019 hätten die Baupreise sogar den höchsten Anstieg seit 10 Jahren vorzuweisen, so der GdW. Allein Maurerarbeiten seien um 6% teurer geworden, Betonarbeiten um 5,8% und Erdarbeiten um 7%.

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