Vonovia rüstet 1.000 Dächer mit Photovoltaikanlagen aus

Nach und nach will der Wohnungskonzern Vonovia auf seinen Mehrfamilienhausdächern Solarmodule installieren.
Quelle: Vonovia SE, Urheber: Frank Grätz

Vonovia, mit rund 400.000 Wohnungen größter deutscher Wohnungskonzern, will "die Energiewende in Deutschland unterstützen" und startet deshalb ein "1000-Dächer-Programm". Nach und nach sollen dabei Dachflächen der Vonovia-Wohngebäude mit Photovoltaikmodulen ausgerüstet werden. Start ist in München und Dresden.

Über das 1.000-Dächer-Programm wird Vonovia nach eigenen Angaben jährlich rund 10.000.000 kWh Solarstrom erzeugen und in das öffentliche Netz einspeisen. Damit steige die CO2-Einsparung im Portfolio um voraussichtlich 4.300 Tonnen pro Jahr. "Der Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit", sagt Rolf Buch, Vorstandsvorsitzender von Vonovia. "Wir unterstützen das Ziel der Bundesregierung, den Gebäudebestand bis 2050 nahezu klimaneutral zu gestalten." Das Programm der Vonovia ist auf mehrere Jahre ausgelegt und soll in ein langfristiges Ausbauprogramm übergehen.

Start ist in München und Dresden

Die Auswahl der Dächer stütze sich dabei auf eine bundesweite Solarpotenzialanalyse, bei der die GPS-Daten der Gebäude und Faktoren wie Dachneigung, Ausrichtung, Verschattung und solare Einstrahlung berücksichtigt wurden. Danach seien 5.000 besonders gut geeignete Dächer identifiziert worden, die großes Potenzial für nachhaltige Energiegewinnung böten. Die Installation der Anlagen laufe in Kooperation mit regionalen Installationspartnern.

Für 2019 hat Vonovia drei Tranchen geplant. Das Programm startet in Dresden und München. Innerhalb der ersten Tranche werden 210 Gebäude mit Photovoltaik ausgerüstet. Die ersten Anlagen (Beispiel: Burgenlandstraße 21-27 in Dresden) seien bereits installiert. Für die zweite Tranche des Programms hat Vonovia weitere 182 Gebäude identifiziert. Bis Jahresende ist eine dritte vergleichbar große Tranche vorgesehen.

Dezentrale Energieversorgung der Quartiere geplant

Der Solarstrom aus dem 1.000-Dächer-Programm wird größtenteils ins öffentliche Netz eingespeist. Mittel- bis langfristig setzt Vonovia jedoch auf eine dezentrale Energieversorgung der eigenen Quartiere, so dass der Strom direkt an die Mieter geht. Buch hofft, dass die "Hemmnisse für Mieterstrommodelle" (hier geht es vor allem um die Besteuerung) verringert werden. Im Herbst wird es voraussichtliche eine Novelle des Mieterstromgesetzes geben.

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