Zech kauft Logistikgrundstück in der Bremer Überseestadt

Kurt Zech, hier vor der geplanten Bebauung des Europahafenkopfes, hat nun auch das Areal von Reimers Logistics zwischen Europahafen und Weser gekauft.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Der Bremer Immobilienunternehmer Kurt Zech hat nach Medien- und Branchenberichten das 26.000 qm große Grundstück von Reimer Logistics in der Überseestadt gekauft. Das Areal an der Weser ist teilweise mit Altlasten kontaminiert.

Nach einem Bericht des Weser-Kuriers, der von Branchenkennern bestätigt wird, hat Kurt Zech das 2,6 ha große Areal des Logistikunternehmens Reimer Logistics gekauft. Das in Nachbarschaft zum früheren Kellogs-Grundstück an der Weser gelegene Grundstück ist teilweise von Altlasten betroffen, die von der benachbarten Exxon-Fläche ausgehen. Hier versickerten nach Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg große Mengen Öl und Treibstoffe.

Zech kann Altlasten sanieren

Diese Altlasten beeinträchtigten bisher den Verkauf des Exxon- wie des Reimer-Areals. Der vor zwei Wochen verstorbene Simon Reimer (59) hatte die Verlegung der Reimer-Zentrale samt großer Logistikflächen in den Gewerbepark Hansalinie an der A 1 eingeleitet. Hier gehört dem alteingesessenen Speditions- und Logistikunternehmen ein 12 ha großes Grundstück nahe dem Bremer Kreuz.

Die Altlastenthematik für das Areal an der Stephanikirchenweide gestaltet sich für die Zech Group weniger abschreckend, denn zu dem breit aufgestellten Konzern gehört auch die Tochtergesellschaft Umweltschutz Nord. Zu deren Kompetenzbereichen zählen Flächenrecycling, Altlastensanierung und Wasserbehandlung. Im Bremer Industriehafen etwa arbeitet Umweltschutz Nord seit 1989 auf dem Areal der Affinerie an der Entölung des Grundwassers. Da diese Kompetenzen Teil der Wertschöpfungskette des Zech-Konzerns sind, ist auch der Kauf des heute begrünten Exxon-Areals durch den Bremer Multiunternehmer naheliegend.

Entwicklung eines gemischt genutzten Quartiers

Nach einer Altlastensanierung soll auf diesen Flächen die Entwicklung des gemischt genutzten Quartiers Überseeinsel weitergehen, mit der Klaus Meier, Geschäftsführer der Überseeinsel-Gesellschaft sowie Gründer des Windparkentwicklers WPD, nach dem Kauf des Kellogs-Geländes begonnen hat.

Zech entwickelt in der Überseestadt für bis zu 300 Mio. Euro Büros und Wohnungen am Europahafenkopf und zudem Teile des EuropaQuartiers auf dem Areal des Schuppen 3, ebenfalls am Europahafen. Dazu besitzt Zech noch das Baufeld 7 im Quartier Hafenkante nördlich des Europahafens.

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