ZIA wirbt für Musterbauordnung in der Pflege

Der Ausschuss Gesundheitsimmobilien des Branchenverbands Zentraler Immobilien Ausschuss (ZIA) hat sich bei einem Treffen mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für eine Angleichung der unterschiedlichen Baustandards für Pflegeheime in den Bundesländern stark gemacht.

"Wir setzen auf die Einführung einer bundesweit gültigen Musterbauordnung für Pflegeheime, gegebenenfalls im ersten Schritt über Länderallianzen", erklärt Susan Winter, stellvertretende Vorsitzendes des Ausschusses Gesundsheitsimmobilien. Die ZIA-Vertreter nutzten das Treffen mit Spahn auch, um auf die bundesweit besonders in den Ballungsräumen schon jetzt deutlich spürbare Unterversorgung mit stationären Pflegeheimen hinzuweisen. "Aktuell besteht bereits eine Unterversorgung, die sich in den kommenden Jahren noch weiter verschärfen wird – insbesondere in den Metropolen, wo der Bedarf am stärksten steigt", sagt Jan-Hendrik Jessen, Vorsitzender des Ausschusses Gesundheitsimmobilien.

In einer Anfrage der Immobilien Zeitung hat das Gesundheitsministerium zum Pflegeplatzmangel Stellung bezogen. Das Ministerium geht davon aus, dass sich der Anteil von über 80-Jährigen an der Gesamtbevölkerung bis 2050 mehr als verdoppeln wird. "Dies wird auch den Bedarf an professionellen Pflegeleistungen steigen lassen, in der stationären Versorgung wie in anderen Konstellationen", heißt es vom Gesundheitsministerium. Vor diesem Hintergrund werde der Neubau zusätzlicher stationärer Einrichtungen auch in Zukunft notwendig sein. Allerdings hänge der konkrete Platzbedarf von vielen Faktoren ab. Zudem verweist das Ministerium auf ein anderes Problem: "Entscheidend für die Sicherstellung der pflegerischen Versorgung wird die Frage sein, ob es genügend Pflegekräfte gibt."

Zurück zur Startseite