München weitet Genossenschaftsberatung auf das Umland aus

Die Münchner Genossenschaftsberatung Mitbauzentrale berät Genossenschaften, Baugemeinschaften und Kommunen künftig auch außerhalb der Stadtgrenzen zum Thema gemeinschaftliches Wohnen.

Seit 2014 arbeitet die Mitbauzentrale im Auftrag der Stadt München als zentrale Anlaufstelle für Interessierte, die Genossenschaften, Baugemeinschaften oder andere gemeinschaftsorientierte Wohnprojekte gründen wollen. Auf den letzten der seit 2015 in der Region stattfindenden Wohnungsbaukonferenzen wurde darüber diskutiert, ob ein solches Angebot nicht auch in der Metropolregion stattfinden könnte. Als Reaktion darauf hat die Stadt beschlossen, den Beratungsauftrag der Mitbauzentrale auf die Region zu erweitern.

"Was wir in München seit 2014 ausprobieren, ist auch interessant für das Umland", sagte Münchens Stadtbaurätin Elisabeth Merk bei der Vorstellung der Pläne. In München reserviert die Stadt auf ihren eigenen Flächen rund 40% des Baulands für gemeinschaftliche Wohnformen.

Natalie Schaller von der Mitbauzentrale sieht in den umliegenden Gemeinden eine steigende Nachfrage nach Genossenschaften und Baugemeinschaften. Die Grundstücke würden auch im Umland immer knapper. Gleichzeitig wachse der Bedarf an bezahlbaren Mietwohnungen. "Es setzt sich dort die Erkenntnis durch, dass die gängige Praxis, Einfamilienhausgebiete auszuweisen, nicht die Lösung sein kann", beobachtet sie ein Umdenken in den Gemeinden. Viele Kommunen würden daher dazu übergehen, Flächen nicht mehr zu verkaufen, sondern zu einem Festpreis oder in Erbbaurecht zu vergeben und Konzeptausschreibungen durchzuführen.

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