Autokrise sorgt in Ingolstadt für sinkende Preise

Der Umbruch in der Automobilindustrie und die schwächelnde Konjunktur hinterlassen erste Spuren auf dem Immobilienmarkt. Das IVD-Marktforschungsinstitut des IVD Süd beobachtet in der Audi-Stadt Ingolstadt derzeit sinkende Preise auf dem Markt für Wohnungen und Häuser. Je nach Objekttyp gebe es im Halbjahresvergleich leichte bis deutliche Rückgänge. Preissenkungen würden schon während der Vermarktungsphase vorgenommen.

Als Gründe für die Abwärtsbewegung sieht der IVD zum einen die konsequente Wohnraumentwicklungspolitik der Stadt und zum anderen die Probleme beim Autohersteller Audi. Das habe zur Folge, dass die "Kaufinteressenten zurückhaltender geworden sind und ihre Entscheidungen eher zögerlich treffen", so der IVD.

Zuletzt wurde bekannt, dass Audi die Produktion in den deutschen Werken Ingolstadt und Neckarsulm deutlich reduzieren wird. Zudem droht offenbar ein Stellenabbau. Schon jetzt ist das Ingolstädter Werk nicht ausgelastet. Audi beschäftigt an seinem Stammsitz rund 40.000 Menschen. Hinzu kommen Tausende Stellen bei Zulieferern und Logistikunternehmen in der Region.

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