Mieterbund meldet mehr Rechtsprozesse um Mieterhöhungen

Mieter und Vermieter von Wohnungen sind im vergangenen Jahr etwas weniger oft vor Gericht gezogen als 2017. Die Zahl der Prozesse um Mieterhöhungen ist jedoch deutlich gestiegen.

225.235 Mietrechtsprozesse an Amts- und Landgerichten und damit knapp 1.700 Verfahren weniger meldet der Deutsche Mieterbund (DMB) fürs vergangene Jahr mit Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamts. Der DMB selbst führt Buch darüber, worum es in den Verfahren geht. Die Zahl der Rechtsstreitigkeiten um Mieterhöhungen mit Verweis auf die ortsübliche Vergleichsmiete sei "drastisch" gestiegen, stellt er fest. Mehr als jeder fünfte Mietrechtsprozess (21,3%) drehte sich demnach um dieses Thema; im Jahr zuvor waren es 16,6% der Prozesse. Oberster Zoff-Stoff blieb damit die Verletzung von Mietverträgen (26,8%). Das Thema Mieterhöhungen verdrängte die Betriebskosten auf Platz 3 (18,1%).

Auch die Mietervereine melden, dass es bei ihren Rechtsberatungen häufiger als im Jahr 2017 um Mieterhöhungen ging. Mit einem Anteil von 12,8% an allen Beratungen seien sie nach den Betriebskosten und (32,6%) und Wohnungsmängeln (19,1%) der häufigste Grund, weshalb sich Mieter an die Vereine wandten. Der DMB sieht das als Ausdruck von "zuletzt stark" gestiegenen Wohnungsmieten.

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