Nachrichtenticker: Corona und die Immobilienwirtschaft

Unser Ticker hat eine neue Seite bekommen. Hier finden Sie die aktuellen Nachrichten.

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Donnerstag, 2. April

+++ 16:39 Uhr Viele Händler verschaffen sich Luft +++

Der German Council of Shopping Places (GCSP) und das EHI Retail Institute haben 51 Handelsunternehmen zum Thema Mietzahlungen in der Corona-Krise befragt. Ergebnis: „Knapp die Hälfte (49%) konnte die komplette Aussetzung der Miete erwirken, ein gutes Drittel (35%) die Stundung der gesamten Miete.“ 14% der Befragten (Lebensmittelhändler) hätten „keine Maßnahmen benötigt“.

+++ 16:34 Uhr Zwei weitere Insolvenzen im Handel +++

Die Kanz Financial Holding, Pliezhausen, hat für sich und ihre Gesellschaften beim Amtsgericht Tübingen einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen betreibt 40 Geschäfte, u.a. mehrere Outlets der Marke sons and daughters und das Geschäft Spielwaren Kurtz in Stuttgart. Einen Insolvenzantrag hat ebenfalls die Firma Yeah!, Bruchköbel, gestellt, und zwar beim Amtsgericht Hanau. Yeah! betreibt bundesweit 43 Outdoor-Läden der Marke McTrek. Beide Firmen setzen die Insolvenzanträge in einen Zusammenhang mit den Corona-bedingten Ladenschließungen.

+++ 16:27 Uhr Ikea spendet Matratzen +++

Der Möbelhändler Ikea ist bereit, Sachspenden im Wert von 1,5 Mio. Euro für Behelfskrankenhäuser sowie Not- und Gemeinschaftsunterkünfte zu leisten. Angeboten werden z.B. Matratzen, Möbel, Aufbewahrungsboxen und Textilien aus dem Ikea-Sortiment. „In einem ersten Schritt gehen wir jetzt auf die Kommunen, Organisationen und Vereine zu, um den konkreten Bedarf im Einzelfall abzuklären“, heißt es von Ikea. Das Unternehmen habe bisher z.B. Geschirr an ein Pflegeheim sowie Betten und Spielsachen für eine Kindernotunterkunft bereitgestellt.

+++ 16:24 Uhr Uhr Volckens gibt im digitaltalk Tipps für die Unternehmensführung +++

Ein Unternehmen zu führen, ist derzeit besonders schwierig, das weiß auch Hans Volkert Volckens, Head of Real Estate bei KPMG in Deutschland. Im digitaltalk-Webinar von Heuer Dialog hat er darüber gesprochen, wie Führungskräfte jetzt mit ihren Mitarbeitern umgehen sollten. Vertrauen, Hoffnung und gegenseitige Unterstützung spielen dabei eine wichtige Rolle.

+++ 16:03 Uhr Eyemaxx will Dividende aussetzen +++

Eyemaxx Real Estate setzt vor dem Hintergrund der geschäftlichen Unsicherheiten wegen der Corona-Krise die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2019/2020 aus. Im Februar war CEO Michael Müller noch von einer Gewinnsteigerung ausgegangen. Der Hauptversammlung will der Vorstand im Juni vorschlagen, den Bilanzgewinn vorzutragen und auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten. Das Geschäftsjahr 2019/2020 endet zum 31. Oktober 2020.

+++ 15:59 Uhr Corona-Krise wird Frankfurter Investmentmarkt ausbremsen +++

Die Corona-Krise wird im zweiten Quartal dieses Jahres den Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien in Frankfurt hemmen. Das erwartet Oliver Schön, Geschäftsführer des Frankfurter Maklerhauses blackolive: „Je nachdem, wie sich die Situation in Deutschland entwickelt, besteht die Gefahr nachhaltiger wirtschaftlicher Folgen.“ Im ersten Quartal fiel das Transaktionsvolumen in Frankfurt mit 1,88 Mrd. Euro noch außergewöhnlich hoch aus.

+++ 15:33 Uhr Grüne: Auch über Zuschüsse für Hotels, Gaststätten und Messen nachdenken +++

Anton Hofreiter, Fraktionschef der Grünen im Bundestag, sieht weiteren Handlungsbedarf beim Rettungsprogramm für die Wirtschaft in der Corona-Krise: „Was helfen Kredite, wenn etwa Hotels und Gaststätten oder Veranstalter von Messen und Kulturevents nach der Krise nicht schnell genug ihre Verluste aufholen können, um zeitnah die gewährten Kredite zurückzahlen können?“ Hier müsse über längere Tilgungszeiten und gegebenenfalls auch über direkte Zuschüsse gesprochen werden.

+++ 15:30 Uhr Tendenz am Bau: Umsatz stagniert, Aufträge bleiben +++

Die Bauindustrie erwartet derzeit für 2020 keinen deutlichen Rückgang der Nachfrage. Der Umsatz tendiere Richtung Stagnation, heißt es. Ein reales Wachstum liegt nach Einschätzung des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB) wegen der Corona-Pandemie jedoch „außerhalb der Reichweite“. Risikofaktoren für die Produktion seien Nachschubschprobleme beim Baumaterial, kranke Mitarbeiter oder behördliche Auflagen.

+++ 14:40 Uhr Galeria Karstadt Kaufhof begibt sich unter den Schutzschirm +++

Galeria Karstadt Kaufhof und Karstadt Sports haben ein Schutzschirmverfahren beantragt. Als Sanierungsexperte wurde der ehemalige Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz verpflichtet. Der Antrag von Galeria Karstadt Kaufhof ist die bisher größte Schieflage eines Handelsunternehmens seit der behördlich angeordneten Schließung vieler Geschäfte am 18. März. Laut Angaben der Gewerkschaft ver.di arbeiten in den 173 Filialen von Karstadt und Kaufhof sowie in der Zentrale 22.000 Beschäftigte. Dazu kommen rund 1.200 Mitarbeiter in den 30 Geschäften von Karstadt Sports.

+++ 14:36 Uhr Softbank sagt WeWork-Aktien-Ankauf ab +++

Der japanische Konzern Softbank hat ein geplantes Ankaufsprogramm von WeWork-Aktien im Wert von 3 Mrd. USD platzen lassen. Als einen Grund dafür nennt das Unternehmen die Auswirkungen der Corona-Krise. Softbank bestimmt mit einem seiner Fonds maßgeblich das Geschäft von WeWork.

+++ 14:30 Uhr Modefilialist Colloseum beantragt Insolvenz +++

Der Modefilialist Colloseum, Oberhausen, hat beim Amtsgericht Duisburg einen Insolvenzantrag gestellt. Anlass sei die Schließung der Geschäfte infolge der Corona-Pandemie gewesen, teilt das Unternehmen mit. Der stationäre Handel in der Fast-Fashion-Branche sei aber auch schon vorher „herausfordernd“ gewesen. Vorläufiger Insolvenzverwalter von Colloseum ist Rechtsanwalt Axel Schwentker aus Oberhausen. Colloseum hat 136 Läden in Deutschland sowie 65 in Österreich und dem Baltikum.

+++ 14:22 LEG hält an Dividendenplänen fest +++

Die Wohnungs-AG LEG Immobilien belässt es bei der fürs Geschäftsjahr 2019 vorgeschlagenen Dividende. Anteilseignern sollen 3,60 Euro pro Aktie gezahlt werden. Die Hauptversammlung, die am 20. Mai stattfinden sollte, ist allerdings verschoben worden.

+++ 14:19 Uhr Baubeginn für Berliner Covid-19-Überlaufklinik +++

Am gestrigen Mittwoch (1. April 2020) hat die Stadt Berlin auf dem Messegelände mit dem Bau ihres „Überlaufkrankenhauses“ begonnen. Errichtet wird das Covid-19-Behandlungszentrum mit 1.000 Betten unter anderem in der 11.000 qm großen Halle 26 unter dem Funkturm. Das Haus soll zum Einsatz kommen, wenn die normalen Krankenhäuser überlaufen - daher sein Name.

+++ 14:16 Uhr C&A fordert „Mietanpassungen“ für die Zeit nach der Corona-Krise +++

Das Modekaufhaus C&A mit 450 Filialen in Deutschland fordert von seinen Vermietern auch nach dem Ende der Corona-Krise finanzielle Unterstützung. „Für den Zeitraum nach der Covid-19-Pandemie erwartet C&A von seinen Vermietern weitere Mietanpassungen und andere relevante Unterstützung, wenn C&A seine Geschäftstätigkeit wieder aufnimmt und zur Normalität zurückkehrt“, heißt es in einem Schreiben, das der Immobilien Zeitung (IZ) vorliegt. Weiter heißt es in dem auf den 18. März, den ersten Tag der behördlich angeordneten Ladenschließungen in Deutschland, datierten Brief: „Wir kündigen daher bereits jetzt an, die nächste fällige Miete einzubehalten und mit einer überzahlten Miete für den Monat März 2020 zu verrechnen.“

+++ 12:56 Uhr Drastische Folgen für Hotels +++

Die Conora-Krise wirft die deutsche Tourismusbranche in eine noch nie dagewesene Krise, meint Olaf Steinhage, Geschäftsführer und Partner von MRP hotels: Er prognostiziert, dass die Auslastung der Hotelbetriebe in Städten wie Berlin und München auf bis zu 45% fallen wird. „Das Ausmaß dieses Abschwungs stellt alle zuvor bewältigten Krisen ganz klar in den Schatten“, sagt Steinhage. Pacht- und Mietverträge müssten neu durchdacht werden, wodurch die Renditen mittelfristig sinken werden. „Was mit geplanten Projekten passiert, ist noch nicht gewiss; die Reaktion der Banken bei Developments ist noch sehr ungewiss.“ Dennoch sieht Steinhage gute Chancen auf eine schnelle Erholung, vor allem die national dominierte Ferienhotellerie werde sich nach der Krise gut entwickeln.

+++ 11:55 Uhr Städtische Gesellschaften in München stunden Gewerbemieten +++

Die Tochtergesellschaften der Stadt München, namentlich die Stadtwerke München, die Wohnungsbaugesellschaften Gewofag und GWG sowie der Betreiber der Gewerbehöfe München, werden ihren gewerblichen Mietern die Mieten auf unbestimmte Zeit zinslos stunden. Die großen Stadtratsfraktionen CSU und SPD haben gemeinsam einen entsprechenden Antrag gestellt. Die Zustimmung des Stadtrats zu dem Antrag dürfte eine Formsache sein.

+++ 10:44 Uhr Auch JLL kürzt Gehälter +++

JLL kürzt im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie Gehälter. Das Global Executive Board um den deutschen CEO Christian Ulbrich und das Global Board of Directors haben einer Reduzierung ihrer Grundgehälter für den Rest des laufenden Jahres zugestimmt, wie JLL mitteilt. Weitere Führungskräfte hätten ebenfalls zugesagt, auf Teile ihrer Vergütung zu verzichten. In Deutschland und einigen anderen Ländern „ergreift JLL darüber hinaus Vergütungsanpassungen innerhalb der jeweiligen arbeitsrechtlichen Richtlinien“, heißt es. Das Maklerhaus Avison Young hatte zuvor bereits Gehaltskürzungen für Manager und Angestellte angekündigt.

+++ 10:25 Uhr Niedersachsen öffnet Baumärkte wieder +++

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat gestern nach dem Ministerpräsidenten-Chat mit der Bundeskanzlerin verfügt, die Baumärkte in Niedersachsen wieder zu öffnen. Andere Geschäfte hätten ihre Sortimente erweitert. Zudem habe es eine Wanderung in benachbarte Bundesländer gegeben. All dies hebe die Schutzfunktion der Schließung auf - die deshalb wieder aufgehoben werde.

+++ 9:55 Uhr In Köln dürfen Hotels wieder öffnen +++

Ab sofort dürfen die Hotels in der größten Stadt Nordrhein-Westfalens wieder öffnen ? vorerst aber nur für Geschäftsreisende. Nachdem der Betreiber des Kölner Dorint-Hotels vor dem Verwaltungsgericht auf eine Lockerung des strikten Öffnungsverbots seitens der Stadt geklagt hatte, lenkte diese ein. Ohne, dass das Gericht weiter tätig werden musste. Damit gilt die neue Regelung nicht nur für das Dorint-Hotel, sondern für alle Herbergen in der Domstadt.

+++ 9:51 Uhr Kürzere Mietverträge in der Logistik +++

Aufgrund der Corona-Pandemie steigt die Nachfrage nach kurzlaufenden Mietverträgen für zusätzliche Lager- und Logistikflächen in Deutschland. Laut einer JLL-Umfrage suchen vor allem Händler und Industriebetriebe händeringend nach Immobilien. Etwa ein Viertel der Eigentümer ist auch bereit, tatsächlich kurzfristig zu vermieten. Angeboten würden Laufzeiten ab sechs Monaten.

+++ 9:48 Uhr BFW: Auszahlung von Wohngeld stockt +++

Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) verlangt eine beschleunigte und vereinfachte Bewilligung von Wohngeld, damit Mieter in akuter wirtschaftlicher Not ihre Miete zahlen können. Nach Informationen von BFW-Präsident Andreas Ibel zeichnet sich in manchen kommunalen Wohngeldstellen bereits eine Verfünffachung der Anträge bei sinkenden Personalkapazitäten ab.

+++ 9:16 Uhr WeWork vergibt Räume an Corona-Hilfsinitiativen +++

Der globale Flex-Office-Vermieter WeWork will es Initiativen und Organisationen, die sich für den Kampf gegen die Corona-Pandemie einsetzen, ermöglichen, seine Räume kostenfrei zu nutzen. In Deutschland sollen dafür WeWork-Standorte in Berlin, Köln, Frankfurt, Hamburg und München zur Verfügung stehen. Interessenten können ihre Anfrage online unter www.wework.com/ideas/landing-page/wework-for-good-initiative/ hinterlassen.

+++ 9:09 Uhr Sanierung der Stuttgarter Oper wird wegen Corona-Krise verschoben +++

Die Stadt Stuttgart und das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst haben sich darauf verständigt, den Beschluss zur Opernhaussanierung zu verschieben. Notwendig sei eine Grundsatzentscheidung des Stuttgarter Gemeinderats, die eigentlich noch vor der Sommerpause stattfinden sollte. Doch wegen der Corona-Krise seien die Voraussetzungen dafür nicht gegeben. Eine Entscheidung ist nun erst im kommenden Jahr zu erwarten.

+++ 9:04 Uhr Gesundheitsimmobilien wecken weiter Interesse +++

Der Markt für Gesundheitsimmobilien wird aus der Corona-Krise gestärkt hervorgehen. Das ist zumindest eines der zentralen Ergebnisse einer Umfrage des Unternehmens Deutsche Care Property Consulting. Demnach rechnen die meisten befragten Experten mit einer weiter steigenden Nachfrage sowie steigenden oder zumindest gleichbleibenden Preisen auf dem Transaktionsmarkt.

+++ 9:01 Uhr Landkreis Leer schafft digitalen Marktplatz für lokale Händler +++

Einkäufe bei Online-Plattformen in der Corona-Krise müssten nicht sein, findet der Landrat des Kreises Leer, Matthias Grote: „Es gibt fast alles im Landkreis Leer.“ Um das online leicht verfügbar zu machen, haben das Amt für Digitalisierung und Wirtschaft und die IT-Abteilung des Landkreises einen kostenlosen digitalen Marktplatz geschaffen. 60 Händler und Gastronomen sind bereits eingetragen. Die Unternehmen können ihre Produkte samt Bezahlsystem einpflegen oder ihre Website verlinken.

+++ 8:57 Uhr Avison Young Deutschland geht in Kurzarbeit +++

Die deutsche Tochter des kanadischen Maklerhauses Avison Young führt Kurzarbeit ein und kürzt vorübergehend die Gehälter. Damit will das Unternehmen die Jobs der mehr als 60 Beschäftigten hierzulande sichern. Der Mutterkonzern hatte bereits am Dienstag „Pay Cuts“ angekündigt. Abstriche zwischen 10% und 50% sind geplant. Weltweit hat die Gruppe rund 6.600 Mitarbeiter in 100 Büros.

+++ 8:52 Uhr Mitgliedsunternehmen des BFW Niedersachsen Bremen verzichten auf Mieterhöhungen +++

An einer ad-hoc-Umfrage haben 43 der 78 Mitgliedsunternehmen des BFW Niedersachsen Bremen teilgenommen und ausnahmslos erklärt, auf geplante Mieterhöhungen verzichten zu wollen bzw. angekündigte Mieterhöhungen auszusetzen. Geschäftsführer David Jacob Huber wies darauf hin, dass es unter den Unternehmen, die nicht geantwortet hätten, zahlreiche Bauträger ohne eigenen Bestand gebe. Die Umfrage ergab zudem, dass es zu den erwartbaren Mietausfällen noch kein klares Bild gebe.

Zur IZ-Sonderseite „Coronavirus - Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft“


Mittwoch, 1. April

+++ 18:01 Uhr Deutsche Bank rechnet langfristig mit Preissteigerungen bei Immobilien +++

Zunächst dürften die Preise für Immobilien laut einem Bericht der Deutschen Bank schockbedingt sinken, nach der Corona-Krise soll es aber wieder nach oben gehen. Als Grund nennt das Kreditinstitut die Flucht in vermeintlich sicherere Anlagen. Allerdings werde ggf. die Nachfrage nach Büroraum langfristig und strukturell zurückgehen, da die Heimarbeit an Bedeutung gewinnen könnte.

+++ 17:57 Uhr Handelsverbände schreiben „Brandbrief“ an Bundeskanzlerin Merkel +++

Die Verbände des Textil-, Schuh- und Lederwarenhandels - BTE, BDSE und BLE - haben in einem „Brandbrief“ an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und einige Bundesminister staatliche Hilfen für ihre Branchen gefordert. Im Handel stünden „tausende Unternehmen und mit ihnen Hunderttausende von Arbeitsplätzen vor dem Aus“. Die Verbände fordern u.a. einen Hilfsfonds, der „laufende Betriebskosten sowie den Wertverlust des aktuellen Warenbestands“ deckt.

+++ 17:53 Uhr Centerentwickler HBB kritisiert einzelne Großmieter +++

Der Centerentwickler HBB mahnt einen partnerschaftlichen Umgang zwischen Vermietern und Filialisten in der Corona-Krise an. Die Folgen der Ladenschließungen müssten „beide Parteien eines Mietvertrags“ tragen. „Gestützt werden sollen die Schwachen, nicht die Starken. Insofern missbilligen wir in höchstem Maße ... die von einzelnen Großmietern angeschobene Diskussion um § 313 BGB“ (Störung der Geschäftsgrundlage). Viele Filialisten haben unter Berufung auf diesen Paragrafen ihre Mietzahlungen eingestellt. HBB habe „den aus unserer Sicht 'bedürftigen' Mietern in unseren eigenen Centern eine Mietstundung gewährt“.

+++ 16:46 Uhr Hotelpläne am Titisee ruhen wegen der Corona-Krise +++

Der Messgerätehersteller Testo hat wegen der Corona-Krise seine Pläne für den Bau eines Hotels für Geschäftsreisende am Titisee in Baden-Wüttemberg vorerst auf Eis gelegt. Das Business-Hotel mit 110 m Länge auf dem Grundstück des ehemaligen Hotels Tannfried sollte 107 Zimmer, Tagungsräume und 200 Restaurantplätze erhalten. Die Investitionssumme wurde mit 11 Mio. Euro angegeben. Das Konzept stammt von Hotel Consultants.

+++ 16:41 Uhr Hoteleigentümer erwägen Portfoliobereinigung +++

Die Corona-Krise trifft das Gastgewerbe hart. Die Mehrheit der Eigentümer von Hotelimmobilien reagieren darauf mit Mietstundungen. Die meisten Eigentümer wollen ihre Assets über die Krise hinaus halten; immerhin ein Drittel aber zieht eine Portfoliobereinigung in Betracht. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Engel & Völkers Hotel Consulting. Danach sind temporäre Vereinbarungen von hybriden Pachtmodellen bei rund einem Drittel der Befragten in Planung.

+++ 16:33 Uhr Angermann erwartet „verheerende“ Folgen für Berliner Büromarkt +++

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Berliner Büromarkt werden „verheerend“ sein, urteilt der Berliner Makler Angermann. Im ersten Quartal 2020 brach der Flächenumsatz um rund ein Drittel ein. Neue Mietgesuche gebe es derzeit nicht, da die Unternehmen und öffentlichen Träger derzeit ganz andere Aufgaben zu bewältigen hätten.

+++ 15:51 Uhr Kehrtwende bei Adidas - Mieten werden weiter bezahlt +++

Der Adidas-Konzern wird seine Mieten nun doch weiterzahlen. Die Mieten für April seien überwiesen worden, teilte er mit. Gleichzeitig entschuldigte sich der Konzern in einem offenen Brief bei der Öffentlichkeit. Das Unternehmen musste durch die als unsolidarisch empfundene Entscheidung, die Mietzahlungen für die Geschäfte auszusetzen, einen herben Imageverlust hinnehmen.

+++ 15:47 Uhr Mehr Freiflächen am Hamburger Büromarkt erwartet +++

Andreas Rehberg, Geschäftsführer von Grossmann & Berger, erwartet für den Hamburger Büromarkt wegen der Corona-Krise künftig mehr Flächen im Angebot - vor allem in der Untervermietung - , stagnierende Mieten und größere Incentives. Der starke Rückgang des Büroflächenumsatzes im ersten Quartal 2020 gegenüber dem Startquartal 2019 sei dagegen auf den Flächenmangel in Hamburg zurückzuführen.

+++ 14:45 Uhr Bayern erhöht Soforthilfen und lockert Voraussetzungen +++

Bayerische Unternehmen bekommen nun schneller und mehr Soforthilfen. Für Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern verdoppelte die Staatsregierung die Hilfen auf bis zu 30.000 Euro. Firmen mit bis zu 250 Mitarbeitern bekommen bis zu 50.000 Euro. Außerdem soll nicht mehr die Liquidität entscheidend für die Gewährung der Hilfe sein, sondern ein existenzbedrohender Umsatzausfall. Damit kommt der Freistaat auch Firmen aus der Immobilienbranche entgegen.

+++ 13.51 Uhr Makler Avison Young kürzt Gehälter +++

Das kanadische Maklerhaus Avison Young kürzt im Zuge der Corona-Krise die Gehälter von Managern und Angestellten. Damit sollen Zwangsurlaube und Entlassungen minimiert werden, teilt das Unternehmen mit. Laut Medienberichten sollen die Beschäftigten Abstriche zwischen 10% und 50% hinnehmen. Wie lange die Maßnahme gelten soll, lässt das Management offen. Weltweit hat die Gruppe rund 6.600 Mitarbeiter in 100 Büros. In Deutschland beschäftigt Avison Young mehr als 60 Leute. Wie das Programm hierzulande umgesetzt wird, war trotz Anfrage bei der deutschen Tochter in Frankfurt nicht zu erfahren.

+++ 13:44 Uhr Galeria Karstadt Kaufhof ringt um Staatshilfe +++

Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof bemüht sich intensiv um Staatshilfe. Das berichten das Fachmagazin TextilWirtschaft (TW) und der Spiegel. Laut TW will das Unternehmen 700 Mio. bis 800 Mio. Euro bekommen. Der Eigentümer Signa sei bereit, 200 Mio. Euro zur Rettung beizutragen, schreibt TW. Laut TW und Spiegel fließt Staatshilfe bisher aber deshalb nicht, weil Karstadt Kaufhof bisher keine Bank gefunden habe, die bereit sei, 10% der Staatskredite auf die eigenen Bücher zu nehmen. TW und Spiegel berichten übereinstimmend, dass das Unternehmen seine Mietzahlungen vorläufig eingestellt hat.

+++ 13:36 Uhr Bau wehrt sich gegen länderspezifische Schutzregeln +++

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie kritisiert bundeslandspezifische Vorgaben zum Schutz vor dem Coronavirus auf Baustellen. Solche landeseigenen Regeln brächten Bauherren und Firmen zusätzliche Schwierigkeiten. Als Alternative sollten die Behörden auf die bundesweit einheitlichen Regeln der Berufsgenossenschaft (BG) Bau zurückgreifen. Derzeit basteln Sachsen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen an eigenen Regeln oder besitzen sie schon.

+++ 13:31 Uhr Bürovermietung zeigt noch kaum Corona-Schwäche +++

Laut den Maklern von German Property Partners (GPP) liegt das Bürovermietungsvolumen in den sieben A-Städten Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Köln, Düsseldorf und Stuttgart im ersten Quartal 2020 um 25% unter dem des Vorjahreszeitraums. Der Hauptgrund dafür seien aber nicht hauptsächlich die Corona-Eindämmungsmaßnahmen der Bundesregierung im Monat März, sondern die Knappheit auf der Angebotsseite.

+++ 13:26 Uhr Vonovia bezahlt für Anleihe doppelt so hohe Zinsen wie vor Corona +++

Der Wohnungskonzern Vonovia hat den Kapitalmarkt angezapft. Über zwei Anleihen mit einer Laufzeit von vier und zehn Jahren hat sich das Unternehmen 1 Mrd. Euro frisches Geld besorgt, teilt Vonovia mit. Das Ordervolumen habe bei über 3 Mrd. Euro gelegen. Die beiden Anleihen werden durchschnittlich mit 1,9% verzinst. Damit bezahlt Vonovia den Investoren etwa doppelt so viel wie bei vergleichbaren Transaktionen vor der Corona-Pandemie. Die Verzinsung des Gesamtportfolios bleibt unverändert bei 1,5%.

+++ 13:22 Uhr Corona-Virus verhagelt das erste Frankfurter Büromarktquartal +++

Zwischen 20% und 26% ist das Bürovermietungsgeschäft in Frankfurt im ersten Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Das geht aus Auswertungen von Maklerhäusern hervor. Die Corona-Krise hatte nach deren Einschätzung den entscheidenden Anteil an der Flaute, war aber nicht allein verantwortlich.

+++ 13:13 Uhr Mieter müssen Mietausfall wegen Corona-Krise belegen +++

Vom heutigen Mittwoch an dürfen Wohnungsmieter und Gewerbepächter wegen coronabedingten Einkommens- und Einnahmeausfällen ihre Mieten bis voraussichtlich 30. Juni stunden. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) stellte klar: „Die Miete bleibt für diesen Zeitraum weiterhin fällig; es können auch Verzugszinsen entstehen. Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni 2020 müssen bis zum 30. Juni 2022 beglichen werden, sonst kann den Mietern wieder gekündigt werden. Mieter müssen im Streitfall glaubhaft machen, dass die Nichtleistung der Miete auf den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie beruht.“

+++ 11:26 Uhr Verbände fordern mehr Schutz für Wohnungsmieter und -vermieter +++

Der Bundesverband deutscher Wohnungs-und Immobilienunternehmen (GdW) verlangt gemeinsam mit weiteren Verbänden und Teilen der Union, dass Bund und Länder bis spätestens zum 1. Mai einen „funktionsfähigen Sicher-Wohnen-Fonds“ installieren, um Gefahren für Mieter und Vermieter wegen Zahlungsunfähigkeit in der Corona-Krise abzufangen und nicht auch noch abhängige Kleinunternehmen (Handwerker und Dienstleister) zu schädigen.

+++ 10:54 Uhr VDIV befragt Verwalter zu Corona-Folgen +++

Wie sich die Corona-Pandemie auf das Geschäft von Immobilienverwaltern auswirkt, will der Verband der Immobilienverwalter Deutschland (VDIV) mit einer Kurzumfrage unter Verwaltern herausfinden. Dabei geht es unter anderem um möglicherweise nicht stattfindende Eigentümerversammlungen und ggf. ausbleibende Miet- und Hausgeldzahlungen. „Wir wollen mit dieser Umfrage belastbare Aussagen erzielen, die unserer Branche helfen, gestärkt aus dieser Situation herauszukommen“, sagt VDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler.

+++ 10:41 Uhr Zwei Drittel der Immobilieninvestoren tätigt weiter Ankäufe +++

Rund zwei Drittel der Immobilieninvestoren hierzulande tätigt nach einer Umfrage des Beraters Colliers weiterhin Ankäufe. Knapp die Hälfte möchte aber zu günstigeren Konditionen investieren, 14% haben allerdings ihre Ankaufsprozesse gestoppt. Favorit ist weiterhin die Anlageklasse Büro. Industrie- und Logistikimmobilien holen aber stark auf.

+++ 9:12 Uhr Wiesbadener Büromarkt bleibt wegen Corona unter seinen Möglichkeiten +++

Die Corona-Pandemie zeigt Spuren auf dem Bürovermietungsmarkt in Wiesbaden. Einer Auswertung des Maklerhauses TwoRivers zufolge wurden dort im ersten Quartal 2020 insgesamt 19.000 qm Fläche umgesetzt. Ohne Corona hätten es rund 27.000 qm sein können, so TwoRivers.

+++ 8:37 Uhr Amazon mit längeren Lieferzeiten +++

Amazon bekommt ebenfalls die Corona-Krise zu spüren. Weil immer mehr Verbraucher Waren übers Internet bestellen, hat der Online-Händler bei manchen Produkten längere Lieferzeiten. Die Prozesse bei Logistik, Versand und Einkauf wurden verändert. So würden das Lagern und Liefern von Artikeln, die für Kunden eine höhere Priorität haben, vorrangig behandelt. Amazon hat ein dichtes Netz aus Logistikimmobilien geknüpft. In Deutschland betreibt der US-Konzern derzeit 13 Versandzentren. Hinzu kommen diverse Verteilanlagen sowie Entwicklungs- und Sortierzentren.

+++ 8.32 Uhr Pflegeheime sind in „unglaublich schwieriger Lage“ +++

„Wir befinden uns in einer unglaublich schwierigen Lage“, sagt Friedhelm Fiedler, Vizepräsident und Sprecher des Arbeitgeberverbands Pflege sowie Mitglied der Geschäftsleitung des Pflegeheimbetreibers Pro Seniore, angesichts der immer öfter auch in Pflegeheimen auftretenden Corona-Fälle. Die Betreiber täten alles, um eine Ausbreitung zu verhindern, „aber niemand von uns ist davor gefeit, dass es doch noch in einem seiner Häuser zu einem Ausbruch kommt“. Wirtschaftlich träfe die Corona-Krise ambulante Pflegedienste bislang härter als stationäre Heime.

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