Flex-Fonds-Liquidation bringt erste Ausschüttungen

Für drei Fonds der Flex-Fonds-Gruppe erging 2019 der Auflösungsbeschluss: den Private Flex Fonds 1 (PF1), den Private Flex Fonds 2 (PF2) und den Anspar Flex Fonds 1 (AF1). Nun wurden durch Verkäufe an die Anleger die ersten Gelder ausgeschüttet, insgesamt 34,5 Mio. Euro.

Der größte Teil der Summe (21 Mio. Euro) kam aus dem PF2, der 2014 ausplatziert wurde. Der PF1 stammt aus dem Jahr 2009 und sammelte seinerzeit 68 Mio. Euro ein, der AF1 startete 2006 mit einem gezeichneten Kapital von 212 Mio. Euro. Die als Blind Pools konzipierten Fonds könnten laut Prospekt sowohl in Wohn- als auch in Gewerbeimmobilien sowie Fondsanteile, Wertpapiere und andere Assets investieren.

Am Immobilienmarkt kauften die Fonds besonders gerne Nahversorger und SB-Märkte vor allem in ostdeutschen Klein- und Mittelstädten und Mehrfamlienhäuser. Ende 2019 machte Flex Fonds durch den Verkauf eines Portfolios aus 24 Einzelhandelsimmobilien an Slate Asset Management für 60 Mio. Euro auf sich aufmerksam. Ein Teil der nun ausgezahlten Erlöse stammt aus diesem Deal. Die Restbeträge aus den drei Fonds werden "voraussichtlich bis Jahresende ausgekehrt", heißt es auf Anfrage.

2016 kam der letzte Flex-Fonds

Laut einem Bericht der Winnender Zeitung will Flex-Fonds-Geschäftsführer Gerald Feig bis 2021 auch den Regio Flex-Fonds 1 auflösen, in dessen Portfolio sich neben einem Portfolio aus Edekas im Ostalbkreis auch das Neue Postturm Carré Schorndorf befindet. Die Kapitalverwaltungsgesellschaft Flex Fonds Invest war bereits 2017 an E&G Funds & Asset Management verkauft worden. Flex Fonds wollte sich danach auf den Fondsvertrieb konzentrieren. Doch auf den 2016 nach den Vorgaben des KAGB aufgelegten Flex Fonds Select 1 folgte kein weiteres Produkt.

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