NHW verzichtet auf Kündigungen und kauft für Mieter ein

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte Wohnstadt (NHW), das landeseigene und insgesamt größte in Hessen ansässige Wohnungsunternehmen, setzt das aktuell in der Aufstellung befindliche Bundesgesetz zum Mieterschutz um und geht teilweise über dieses hinaus.

Kündigungen und Räumungen, die im Zusammenhang mit der Pandemie stehen, will das Unternehmen nicht vollziehen. Mieter, die bereits gekündigt haben und wegen Corona nicht umziehen können, dürfen in den Wohnungen bleiben, sofern diese nicht schon neu vermietet sind. Alle vorgesehenen noch nicht ausgesprochenen Mieterhöhungen werden auf das vierte Quartal 2020 verschoben.

Mieter, die Einkommensausfälle haben und ihre Miete nicht fristgerecht zahlen können, sollen sich mit NHW in Verbindung setzen, um nachzuweisen, dass Corona die Ursache für die Ausfälle ist, und individuelle Lösungen auszuhandeln. Außerdem erwartet NHW, dass sie sich um staatliche Unterstützung wie Wohngeld bemühen und die Miete bis Ende Juni 2022 nachzahlen. Gewerbliche Mieter, denen Umsätze wegbrechen, können die Miete für zunächst einen Monat erlassen bekommen. Sie müssen diesen Verdienstausfall ebenfalls nachweisen.

Einkaufshilfe vorübergehend kostenlos

"Für unsere älteren Mieter, die zurzeit das Haus nicht verlassen können, stellt das Wohnserviceteam die Einkaufshilfe für die täglichen Besorgungen bei Bedarf und vorübergehend kostenfrei zur Verfügung", sagt Constantin Westphal, Geschäftsführer für Akquisition, Projektentwicklung und Immobilienmanagement. Darüber hinaus unterstützt NHW die Forderung des Deutschen Mieterbunds und des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, umgehend einen "Sicher-Wohnen-Fonds" einzurichten.

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