GBI findet bayerische Förderung gut

Das Quartier am Kunstpark entsteht für rund 160 Mio. Euro auf einer 45.000 m2 großen ehemaligen Industriefläche.
Quelle: build Architektur-Visualisierung UG; Urheber: Tim Bonnke

Regensburg. Das Immobilien Zentrum hat einen Partner für das Quartier am Kunstpark gefunden. Für die GBI sprechen vor allem die Förderbedingungen in Bayern für Investitionen in geförderte Wohnungen.

Vor wenigen Monaten war der offizielle Spatenstich für das Quartier am Kunstpark. Im Regensburger Stadtosten entstehen 275 Wohnungen und 86 Reihenhäuser mit rund 28.600 m² Geschossfläche. 36 Wohnungen sowie eine Kindertagesstätte baut die GBI Wohnbau nun als Partner des Regensburger Immobilienentwicklers Immobilien Zentrum (IZ), der das Projekt umsetzt.

Für die GBI, eine Tochter der gemeinnützigen Moses Mendelssohn Stiftung, ist Bayern ein Schwerpunkt im geförderten Wohnungsbau. Nur wenige Bundesländer böten so gute Bedingungen für private Projektentwicklungen bei gefördertem Wohnen, erklärt Markus Beugel, Geschäftsführer der GBI Wohnungsbau. Neben Bayern gehören für ihn Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen sowie mit Einschränkungen Schleswig-Holstein, Hessen und Baden-Württemberg dazu. In den anderen Bundesländern profitierten von den Förderbedingungen praktisch nur kommunale Gesellschaften. Einzelne Bestimmungen machten ein privates Engagement sogar unmöglich, so Beugel. Um private Projektentwickler für die in fast allen Kommunen dringend benötigten geförderten Wohnungen zu gewinnen, seien einheitliche Förderregeln notwendig. Statt einer Darlehensförderung wünscht sich Beugel einen Investitionszuschuss und niedrigere Auflagen. "Unzeitgemäße Vorgaben, etwa pro Wohnung 1,5 bis 2 Tiefgaragenstellplätze zu verlangen, diese aber nicht in die Förderung einzubeziehen, verteuern den Wohnraum unverhältnismäßig", sagt Beugel.

In Regensburg liegt die zumutbare Miete, je nach Einkommen, zwischen 6 Euro/m² und 7 Euro/m². Die GBI-Wohnungen sind die einzigen geförderten Wohnungen, die in dem Quartier entstehen. Die geringe Quote von nur 13% an geförderten Wohnungen in dem Quartier sorgte in der Vergangenheit in der Stadt für Irritationen. Eigentlich gilt in Regensburg eine Quote von 20%, die bei Neubauprojekten als geförderter Wohnungsbau errichtet werden muss. Doch das knapp 5 ha große Gelände des früheren Betonteilewerks der Lerag ist eines der letzten Areale, die relativ nah zur Innenstadt liegen. Das IZ handelte mit der Stadt aus, dass die restlichen Wohnungen in einem anderen Neubaugebiet am Stadtrand ausgelagert werden können. Als Grund für die Absenkung nannte die Stadt den ohnehin schon hohen Anteil an Sozialwohnungen in der Umgebung.

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