Kirche verzichtet auf Miete

München. Das Katholische Siedlungswerk München (KSWM) verordnet sich einen Mietenstopp.

Das kirchliche Wohnungsunternehmen Katholisches Siedlungswerk München (KSWM) will ab dem 1. Juli für die nächsten drei Jahre auf Mieterhöhungen verzichten. Der Beschluss gilt für rund 3.000 Wohnungen, die das Siedlungswerk im Großraum München besitzt.

"Das Siedlungswerk setzt damit ein Zeichen auf einem Markt mit unverhältnismäßiger Entwicklung", erklärt Markus Reif, Finanzdirektor des Erzbistums München und Freising den Beschluss. Die Erzdiözese ist Hauptgesellschafterin des KSWM.

Im Sommer vergangenen Jahres hatte das Siedlungswerk bereits beschlossen, dass die Mieten für die eigenen Wohnungen künftig generell innerhalb von fünf Jahren um höchstens 10% erhöht werden dürfen. Gesetzlich erlaubt wären 15% innerhalb von drei Jahren. Das Siedlungswerk entsprach damit einer Bitte des Münchner Stadtrats, der für seine eigenen Wohnungsgesellschaften GWG und Gewofag eine entsprechende Begrenzung eingeführt hatte. "Gerade kirchlichen Akteuren steht es gut an, wenn sie die Möglichkeiten, die die extreme Preisentwicklung bei Wohnungsmieten in Großstädten bieten, nicht voll ausschöpfen", so Reif.

Von den 2.908 Wohnungen des KSWM sind rund 25% öffentlich gefördert. Derzeit baut das KSWM in Markt Schwaben im Landkreis Ebersberg 32 geförderte Wohnungen. Am Münchner Nockherberg kauft das Unternehmen 55 geförderte Wohnungen.

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